Unterhaltung

Kekilli vom Filmpreis umgehauen "Das weiße Band" räumt ab

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Umwerfend: Sibel Kekilli haute der Preis um, oder lag es an Christoph Waltz, der ihr die Auszeichnung überreichte?

(Foto: REUTERS)

Zehn Deutsche Filmpreise erhält Michael Hanekes Drama "Das weiße Band". Darunter sind der Filmpreis in Gold als bester Film sowie die "Lola" für Regie, Kamera und Drehbuch. Hauptdarsteller Burghart Klaußner wird als bester Schauspieler geehrt. Sibel Kekilli gewinnt den Preis als beste Schauspielerin für "Die Fremde" - was sie glatt umhaut.

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Haneke sammelt mit seinem Film einen Preis nach dem anderen ein.

(Foto: dpa)

"Das weiße Band" ist der große Gewinner des diesjährigen Deutschen Filmpreises. Der Film des österreichischen Regisseurs Michael Haneke erhielt bei der Festgala im Friedrichstadtpalast in Berlin zehn Lolas. Er wurde unter anderem für das beste Drehbuch, die beste Kamera, die beste Regie, die beste männliche Hauptrolle (Burghart Klaußner) und die beste weibliche Nebenrolle (Maria-Victoria Dragus) prämiert und erhielt in der wichtigsten Kategorie bester Film den Deutschen Filmpreis in Gold. Nominiert war die fiktive Geschichte über ein norddeutsches Dorf im Jahr vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs für insgesamt 13 Lolas.

"Vorstadtkrokodile" ist bester Kinderfilm

Als beste weibliche Hauptdarstellerin erhielt Sibel Kekilli eine Lola für ihre Rolle in "Die Fremde". Für seine Rolle in der Komödie "Männerherzen" erhielt Justus von Dohnányi den Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller.

Mit zwei Lolas in den Kategorien beste Filmmusik und bester Schnitt prämiert wurde das Drama "Sturm" von Hans-Christian Schmid, das in der Kategorie bester Film eine Auszeichnung in Silber erhielt. Bronze in dieser Kategorie bekam "Die Fremde". Bester Kinderfilm wurde "Vorstadtkrokodile", bester Dokumentarfilm "Das Herz von Jenin".

Ehrenpreis für Eichinger

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Ein bisschen Showbiz-Glanz war auch noch für Kanzlerin Merkel übrig.

(Foto: REUTERS)

"Das weiße Band" hat bereits die "Goldene Palme" des Filmfestivals von Cannes gewonnen, bei der "Oscar"-Verleihung war der in Schwarz-Weiß gedrehte Film trotz einer Nominierung als bester ausländischer Film aber leer ausgegangen.

Der Deutsche Filmpreis wurde in diesem Jahr zum sechzigsten Mal verliehen. Er ist der am höchsten dotierte Kulturpreis hierzulande. Insgesamt werden in den fünfzehn Kategorien knapp 2,9 Millionen Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Einen undotierten Ehrenpreis erhält Filmproduzent Bernd Eichinger. Der 61-Jährige hat viele Kassenschlager produziert, darunter unter anderem "Der Baader Meinhoff Komplex", "Das Parfum" oder "Der Untergang".

Quelle: ntv.de, AFP/dpa