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 "Ist das Leben nicht schön?" Der Weihnachtsklassiker im Visier des FBI

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James Stewart als George Bailey und Donna Reed als Mary Bailey in "Ist das Leben nicht schön?"

(Foto: imago images/Ronald Grant)

Die Tragikomödie "Ist das Leben nicht schön?" von 1946 gilt heute als einer der besten Filme aller Zeiten. Ein Lob, das Zeitzeugen nicht unbedingt teilten. Das FBI sah in dem Weihnachtsfilm sogar einen Angriff auf den Kapitalismus.

Es gibt Filme, die existieren gefühlt seit Anbeginn der Zeit - egal, wie weit zurück man in seinen Kindheitserinnerungen kramt. Sie liefen zur Weihnachtszeit bei Oma und Opa im TV, im Elternhaus, bei Freunden und Bekannten. Unzählige Male hat man sie bewusst oder unbewusst gesehen. Sie geben einem das Gefühl von Wärme und Geborgenheit, im Idealfall von Familie. Eine fundierte Kritik erübrigt sich, denn wer will schon mit seinem inneren Kind streiten?

"Oscars & Himbeeren"

Immer freitags präsentiert Ronny Rüsch "Oscars & Himbeeren", den ntv-Podcast rund ums Streamen. Diesmal neben der ausführlichen Kritik zu "Ist das Leben nicht schön?": der Ridley Scott-Film "The Last Duel", der Chevy Chase-Klassiker "Schöne Bescherung" und die sechste Staffel der Sci-Fi-Serie "The Expanse".

"Oscars & Himbeeren" - Informativ. Unterhaltsam. Kompakt. In der ntv-App, bei Audio Now, Spotify und Apple Podcasts.

Die US-Tragikomödie "Ist das Leben nicht schön?" (Originaltitel: "It’s a Wonderful Life") von 1946 ist für Generationen ein solcher Film. In der Nachkriegszeit von US-Regisseur Frank Capra (1897-1991) meisterhaft inszeniert, zählt der Hollywood-Film - mit James Stewart in der Rolle als der mit seinem Leben hadernde George Bailey - zu den besten und gleichzeitig beliebtesten Weihnachtsklassikern schlechthin. Für viele Kritiker und Cineasten ist der seinerzeit mit einem Budget von etwas mehr als drei Millionen US-Dollar inszenierte Film eines der großartigsten Werke der Kinogeschichte.

Der Glaube an das Gute

Die Geschichte des Familienvaters und Unternehmers aus der fiktiven US-Kleinstadt Bedford Falls, der am Weihnachtsabend all seinen Lebensmut verliert und durch die Hilfe des Schutzengels "Zweiter Klasse" Clarence (Henry Travers) zurück auf den rechten Weg geführt wird, hat sich über die Jahrzehnte hinweg weltweit in die Herzen der Menschen gespielt.

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Dabei galt der Film in seinem Veröffentlichungsjahr nicht nur als finanzieller Misserfolg, er geriet auch auf den Schirm des FBI. Die US-Bundespolizei sah in dem märchenhaften Weihnachtsfilm einen Angriff auf den Kapitalismus, weil Leute mit Geld und Wohlstand in Capras Tragikomödie, zumindest nach Ansicht der damaligen Ermittler, als schlechte Menschen dargestellt werden.

75 Jahre sind seitdem vergangen. Doch in all den Jahren hat "Ist das Leben nicht schön?" nichts von seiner erzählerischen Kraft eingebüßt. Und was kann im Angesicht der gegenwärtigen Krisen auf der Welt besser sein als der Glaube daran, dass am Ende alles gut wird?

Eine Kritik zu "Ist das Leben nicht schön?" von Ronny und Axel - jetzt in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Oscars & Himbeeren". Außerdem dabei: der Ridley Scott-Film "The Last Duel", der Chevy Chase-Klassiker "Schöne Bescherung" und die sechste Staffel der Sci-Fi-Serie "The Expanse".

"Oscars & Himbeeren" - der ntv-Podcast - wo sich jeden Freitag alles rund um Streamingdienste wie Netflix, RTL+, Amazon Prime & Co. dreht.

Quelle: ntv.de

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