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Kleine Fehler, große AuswirkungKann ein Attentat wie am Breitscheidplatz wieder passieren?

25.10.2026, 18:07 Uhr imageInterview: Sabine Oelmann
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Anis Amri (Wael Alkhatib), ein labiler und gewaltbereiter Einzelgänger, hätte eigentlich gar nicht auf Berlins Straßen unterwegs sein sollen. (Foto: ARD)

Im Gespräch mit dem Team von "Breitscheidplatz 19/12", Produzent Simon Amberger, Regisseur und Co-Autor David Nawrath sowie den drei Hauptdarstellern Albrecht Schuch, Bayan Layla und Tamer Trasoglu, lautet das Resümee leider: Ein Attentat wie der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vor fast 10 Jahren ist möglich.

Deutschland 2015: Der Islamische Staat rekrutiert Kämpfer im syrischen Bürgerkrieg. Der NRW-Staatsschützer Laudin (Albrecht Schuch) möchte an einen Hassprediger herankommen, der junge Männer radikalisiert. Dafür schleust er einen Informanten in das IS-Milieu ein: den Ex-Kriminellen Murat Cem (Tamer Trasoglu). Bald lernt Cem dort einen jungen Mann kennen, den er für den Idealtypen eines künftigen Attentäters hält: Anis Amri (Wael Alkhatib). Cems Hinweisen geht auch die junge Polizeibeamtin Isra (Bayan Layla) nach, die selbst mit ihrer Familie aus dem Irak geflohen ist. BKA-Experte Heyse (Hanno Koffler) hält Amri allerdings für einen kleinen Fisch. Und während Frankreich vom Bataclan-Anschlag erschüttert wird, rechnet Laudin mit einem Anschlag in Deutschland. Im Nebel aus Befugnissen und Rivalitäten fällt Amri jedoch durchs Raster. Als er am 19. Dezember in Berlin mit einem Lastwagen zu einem islamistischen Terroranschlag aufbricht, stellt sich ihm niemand in den Weg.

Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, die Trauer um die Opfer und viele offene Fragen – der 19. Dezember 2016 steht für einen der schwersten Terroranschläge in der Geschichte der Bundesrepublik. Entlang wahrer Begebenheiten und genau recherchierter Ereignisse verdichtet Regisseur und Autor David Nawrath mit teils fiktionalen Elementen und Figuren das Bild eines multiplen Staatsversagens in einer sechsteiligen Serie. Trotz eines dreijährigen Bundestags-Untersuchungsausschusses, dessen Dokumente bis heute größtenteils unter Verschluss geblieben sind, bleiben schmerzliche Fragen der Verletzten, Angehörigen und der Öffentlichkeit auch zehn Jahre später unbeantwortet.

ntv.de: Wie lange steckt einem ein solch intensiver Film noch in den Knochen?

Tamer Trasoglu: Sehr lange. Der Dreh war eine unglaublich intensive, kreative Phase, so etwas erlebt man nicht ständig. Alles in allem würde ich sagen, dass ich mich ungefähr ein Jahr mit der Figur Murat Cem beschäftigt habe. Diese intensive kreative Auseinandersetzung hat mir danach tatsächlich gefehlt.

Weil er in Sie übergegangen ist?

Trasoglu: Ja, und er hat mir auch leidgetan. Zum Glück ist mein eigenes privates Leben von viel mehr Licht und Glück gekennzeichnet (lacht), das hat mir auf jeden Fall geholfen. Es war die intensivste, herausforderndste Rolle, die ich jemals spielen durfte. Dafür bin ich sehr dankbar, und das hallt einfach nach.

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Tamer Trasoglu: "Ich habe durch diese Rolle vieles danach anders wahrgenommen. " (Foto: ARD)

Wie war es bei Ihnen, Herr Schuch?

Albrecht Schuch: Bei mir war es nicht ganz so lange, aber bei Tamer kann ich mir das richtig vorstellen, denn er ist in eine ganz andere Physis gegangen für diese Rolle. Das kenne ich aus anderen Arbeiten bei mir. Allein die körperliche Erinnerung, die Tamer gehabt haben muss, weil er sich so intensiv auf die Rolle vorbereitet hat (Anm. d. Red.: Trasoglu hat im Vorfeld u. a. 14 Kilo abgenommen). Bei meinem Frank Laudin war das nicht so krass, nur ein bisschen Härte war noch länger spürbar (lacht). Während des Drehs haben meine Liebsten öfter mal gesagt, ich sei so streng und kontrollierend.

Bayan Layla: Bei mir war es nicht so die Rolle, die ich mitgenommen habe, sondern eher das Gefühl vom Set - weil so viel Liebe herrschte. Im Gegensatz zu dem, was vor der Kamera passierte - nämlich überhaupt keine Liebe. Dass wir so viel Respekt und Verständnis füreinander hatten, war sehr hilfreich. Vor allem aber habe ich an diesem Set gelernt, wie ich mir wünsche, in Zukunft nur noch zu arbeiten: Es ist okay, von allen Beteiligten einen gewissen Grad an Professionalität zu erwarten; Regisseure müssen gar nicht immer schreien und recht haben, um das Beste aus einem rauszuholen, und - am Set sind alle gleich wichtig. Dass es immer wieder die Möglichkeit gab, auch mal zu lachen, trotz des bedrückenden Themas, das habe ich lange mit mir herumgetragen.

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Bayan Laila bleibt ihrer Kollegin in ihrer Rolle "immer ein bisschen mysteriös". (Foto: ARD)

Das ist wohl ein Kompliment an den Regisseur ...

David Nawrath: (lacht) Ja, und das gebe ich gern zurück, es war eine richtig schöne und sehr besondere Zusammenarbeit. Ich denke bis heute an die Dreharbeiten, auch bei mir hat sich das Positive durchgesetzt mit der Zeit. Die Strapazen verblassen, und was bleibt ist etwas ganz Besonderes, was man miteinander teilt. Simon und ich hatten ja anschließend noch ein Jahr Post-Produktion, ich hab's also wirklich noch immer im System.

Etwas nicht ganz so Schmeichelhaftes: Die drei Figuren sind wirklich keine Sympathieträger. Die Polizistin bleibt mysteriös, der V-Mann undurchschaubar, der LKA-Beamte stoisch, trocken, getrieben. Und trotzdem schließt man die Figuren ins Herz, auch, weil man sie über sechs Folgen gut kennenlernt.

Simon Amberger: Das ist natürlich ein wertvolles Feedback für einen Produzenten und die ganze Crew. Und zur Frage, wie lange einen ein solches Projekt bewegt - mich sieben Jahre (lacht). Der Prozess des Drehbuchschreibens, der Dreh, die Nachbearbeitung, die Promo. Und jetzt erst spüren wir, obwohl das Thema so schwierig ist, dass unsere Erzählung doch gut ankommt bei denen, die sie schon gesehen haben. Deswegen hoffe ich jetzt auf eine Phase der Ernte (lacht). Wir wollen die Menschen berühren mit unserer Serie.

Wir sind gerade in einer Zeit, in der wir gute Geschichten brauchen. Müssen wir daran erinnert werden, wie fragil unser Leben ist, unsere Stadt, unsere Demokratie?

Amberger: Gerade zum zehnten Jahrestag haben wir uns natürlich Gedanken gemacht, wie dieses Thema bei denen ankommt, die von dem Anschlag noch immer betroffen sind: Hinterbliebene, Überlebende. Es ist ein sensibles Thema, das wir den Leuten zumuten, wissend, dass es kein gutes Ende nehmen kann. Vor der Premiere in Hamburg hatten wir mit dem Verein der Hinterbliebenen, mit dem wir immer im Austausch waren, ein Vorab-Screening aller Folgen. Das war extrem emotional und schwer anzusehen, wie diese Menschen in diese Zeit zurückgeholt werden durch unsere Erzählung. Trotzdem haben sie sich über dieses Dokument der Zeitgeschichte, das mit der Serie jetzt existiert, sehr gefreut, auch wenn sie niemals alle Facetten erzählen kann.

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Ein riesiges Geflecht an Informationen - es ist kaum möglich, den Durchblick zu behalten. (Foto: ARD)

Frage an die Schauspielenden: Haben Sie gleich zugesagt oder eher gedacht "Das ist ein Brett!"

Schuch: Ich war einerseits sofort dabei, weil ich David schon von "Atlas" kannte und seitdem schätze, aber meinen LKA-Beamten Laudin mochte ich erstmal gar nicht. Ich wusste allerdings, dass es nur richtig sein kann, diese Rolle anzunehmen. Wenn jemand in der Lage ist, drei Welten zu benennen, drei Sprachen, drei Kulturen zu erzählen, VON Menschen zu erzählen und nicht ÜBER Menschen, in allen feinen Nuancen, dann David.

Trasoglu: Ich hatte innerlich sofort zugesagt und dann sehr gehofft, dass alle anderen, vor allem David, das nach dem Casting auch so sehen (lacht). Das Drehbuch hat mich vom ersten Moment an unglaublich beeindruckt. Mir war sofort klar, welche besondere Herausforderung diese Figur mit sich bringt, und ich konnte es gar nicht abwarten, mich intensiv mit ihr auseinanderzusetzen und ihr Leben einzuhauchen.

Und Sie, Frau Layla? Sie waren noch jung, als der Anschlag passierte ...

Layla: Menschen mit Migrationshintergrund haben ja leider nicht den Luxus, Ereignisse dieser Art zu verdrängen. Ich wünschte wirklich, ich könnte die Nachrichten gelegentlich ignorieren, aber das ist nicht möglich. Auch das, was gerade in Berlin passiert, nach den Wahlen, kann ich nicht verdrängen oder vergessen. Als ich die Anfrage bekam, habe ich sofort gespürt, dass ich Teil des Projekts bin, egal, ob ich mitmache oder nicht, ich habe eine Verantwortung. Ich habe ein E-Casting aufgenommen und wollte um jeden Preis zum Live-Casting eingeladen werden, denn ich wollte unbedingt wissen, wer hinter diesem Projekt steht. Was mich am meisten verwundert hat, war, dass David sich so viel Zeit genommen hat. Und es wäre mir jetzt auch wirklich lieber, wenn er nicht mit am Tisch sitzen würde, dann könnte ich ihn besser loben (lacht). Ich konnte mit allem zu ihm kommen, und ich hatte wirklich viele Fragen, denn ich will immer ganz genau sein.

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Bayan Layla, Tamer Trasoglu, Wael Alkhatib, Albrecht Schuch und Jeanne Goursaud bei der Premiere von "Breitscheidplatz 19/12" auf dem 34. Filmfest Hamburg 2026. (Foto: IMAGO/Future Image)

Warum?

Layla: Wahrscheinlich, weil ich erst seit zwölf Jahren in Deutschland lebe und im September jetzt zum ersten Mal hier wählen durfte. Und trotzdem muss ich mir von gewissen Parteien anhören, dass ich als Person, die nicht aus Deutschland kommt, dieses Land nicht mitgestalten sollte. Dabei gestalte ich dieses Land in der Kulturszene schon längst mit.

Wie haben Sie recherchiert, wie haben Sie sich in Ihre Rollen eingefunden, wie viele Gespräche haben Sie mit echten LKA-Beamten, Polizistinnen und V-Männern geführt?

Trasoglu: Ich habe mir meine Informationen tatsächlich größtenteils aus meinem Text geholt, den wir Satz für Satz geprobt haben. Das kannte ich so vorher nicht. Und David war mit mir manchmal "spazieren" (lacht), so nannten wir das. Dabei hat er mir viel aus den Recherchen erklärt. Damit konnte ich arbeiten, ich musste dann nur noch "verdichten".

Layla: Meine Figur ist ja komplett erfunden, deswegen musste ich mich keiner bestimmten Person annähern. Ein Praktikum bei der Polizei ging aus Datenschutz-Gründen leider nicht. Und früher oder später spielt man in Deutschland eine Polizistin oder einen Polizisten, bei der Krimi-Kultur, die wir haben.

Schuch: Ich hatte einen LKA-Beamten, dem ich meine Fragen stellen konnte. Das war eine totale Goldgrube, auch, weil er sehr persönlich über seinen Alltag gesprochen hat. Auch darüber, was der permanente Druck mit einem macht. Wie man damit umgeht, wenn man "auf der Lauer liegt", wenn man weiß, dass schwer bewaffnete Kriminelle vorhaben, eine Bank auszurauben oder ein Attentat geplant wird. Auch über die Veränderungen im Dienst haben wir gesprochen, von Foltermethoden bis zur Bildungspolizei.

Und wie lädt man den Druck ab?

Schuch: Ein Gym reicht da nicht. Da werden Lenkräder mit den Händen zerquetscht bei Observationen, da gibt es aufgebissenes Zahnfleisch, die Palette ist endlos. Was mich aber am meisten beeindruckt, ist die Tatsache, dass diese Leute ihren Job machen, um unsere Demokratie zu schützen. Die sehen das Schlimmste, bleiben aber Mensch und versuchen obendrein, differenziert zu sein. Sie wollen nicht verallgemeinern, nicht nur nach schnellen Lösungen suchen, nichts in die Welt hinausposaunen. Das finde ich berührend, weil es so wenige von solchen geraden Leuten gibt.

Ist es nicht frustrierend, noch einmal so ins Detail zu gehen und zu sehen, wie sehr die Behörden versagt haben?

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Der Anschlag hätte verhindert werden können, wenn man Anis Amri in seine Heimat abgeschoben hätte. Man kannte ihn bereits ... (Foto: ARD)

Nawrath: Unser Projekt ist extrem recherchebasiert, und was nach dem Anschlag vorherrschte, so wie ich mich erinnere, und ich war zu dem Zeitpunkt in Berlin, ist diffus. Es gab viele Ungereimtheiten und die Behörden wussten mehr als sie der Öffentlichkeit mitteilten.

Aus Eitelkeit, aus Schlampigkeit?

Nawrath: Das wissen wir nicht. Was wir wissen ist, dass es sehr viele Widersprüche in den Informationen gab. Dann noch die Verschwörungstheorien, ein ewiger Untersuchungsausschuss, und als mein Co-Autor David Marian und ich uns da reingekniet haben, haben wir die Fehler und die verpassten Chancen nach und nach sehen können. Vielleicht ist es anmaßend, aber wir fühlten uns ähnlich frustriert wie die Ermittelnden zu der Zeit, weil man vor Augen geführt bekommt, wie starr das System der Bürokratie ist. Und gleichzeitig ist es aber notwendig, dass sich die Institutionen an diese Abläufe halten, dieses Dilemma haben wir deutlich gespürt. Und wenn man beispielsweise in die Haut der Figur Frank Laudins schlüpft, dann kann man diese Frustrationen unmittelbar spüren.

Gibt es etwas, was Sie überrascht hat im Kontext der Serie?

Nawrath: Ja, dass wir miterleben konnten, zum Beispiel beim Filmfest Hamburg, wie ergriffen die Angehörigen waren, dass sie einer fiktionalen Figur wie der Isra Al-Hussein, also der Polizistin mit Migrationshintergrund, oder dem Frank Laudin, zuschauen konnten, wie die mit ihren Gefühlen umgehen. Eben die Frustration, die sie selbst empfinden angesichts mangelnder Transparenz der Behörden. Damit habe ich in der Form nicht gerechnet. Das war sehr bewegend.

Warum dieses Thema? Warum Breitscheidplatz?

Amberger: Viele vermuten, wir hätten den Anspruch, die Wahrheit zu erzählen. Das hatten wir nie und ist auch gar nicht möglich. Wir sind bei unserer Recherche regelmäßig auf Grund gelaufen, ganz klar, vieles bleibt vage. Was wir aber nicht zuletzt mit der Serie erreichen wollen, ist ein Gefühl für die Situation unserer Protagonisten, unserer Ermittler zu vermitteln. Dass da Menschen sind, die an ihre Grenzen kommen, die ihren Job nicht beenden können, weil es nicht weitergeht, weil es Regeln gibt, keine Antworten, weil das föderale System in Deutschland das nicht zulässt. Oft auch zu Recht! Wir wollten zeigen, und zwar noch vor dem zehnten Jahrestag, auf welch schmalem Grat sich Polizei und Bundesbeamte oft bewegen.

Befürchten Sie nicht, dass jetzt gesagt wird: "Wenn wir "die" alle nach Hause schicken würden, dann hätten wir diese Probleme nicht"?

Amberger: Das werden einige sicher sagen und mit dem Finger darauf zeigen. Diese Argumentation aufzustellen ist einfach. Wir haben deswegen versucht, das so differenziert wie möglich zu erzählen. Die offensichtlichen Fehlentscheidungen, die getroffen wurden, sind oft banal, systemimmanent und teilweise im Einzelfall sogar nachvollziehbar. Das macht sie nicht weniger tragisch.

Was tun gegen den Hass auf der Straße, oder die Infiltration der jungen Muslime in den Hinterzimmern der Moscheen?

Layla: Was ich besonders gefährlich finde, ist die Politik, die nur für eine Überschrift gemacht wird oder 30 Sekunden auf TikTok. Da wird pauschalisiert, dass einem schwindlig wird, das macht mir große Sorgen, das müssen wir ändern.

Trasoglu: Wir sind konfrontiert mit so vielen Formen von Dummheit. Ich versuche, das Gröbste von meiner Familie fernzuhalten. Ich habe gelernt, dass ich vieles am besten mit Humor nehme, auch wenn man natürlich nicht alles einfach weglachen kann. Mir ist wichtig, mich von Hass und Vorurteilen nicht provozieren zu lassen. Sonst lässt man sich am Ende auf genau das ein, was man eigentlich ablehnt. Wenn in den Schlagzeilen steht, dass "die Ausländer" an so gut wie allem schuld sind, dann bleibt das allerdings in den Köpfen hängen. Die Vorurteile werden größer und immer schwerer zu entkräften.

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BKA und LKA - nicht immer eine gute Zusammenarbeit (im Bild Albrecht Schuch mit Hanno Koffler). (Foto: ARD)

Nawrath: Ich drehe Filme, von denen ich hoffe, dass sie die Menschen nachdenklich machen, und hoffe, dass sie sich nach dem Anschauen vielleicht ein Stück weit mehr für den anderen interessieren. Es wäre mein Wunsch, dass uns das mit dieser Serie gelingen wird. Wir legen mit dieser Serie den Finger in eine Wunde, und das kann schmerzhaft, aber auch heilsam sein. Man soll aus seiner Komfort-Zone herausgeholt werden und vielleicht schafft man es auch, ein bereits gefälltes Urteil zu überdenken..

Amberger: Wenn durch einen Film, der fiktional eine wahre Geschichte zum Inhalt hat, uns näher gebracht wird, wie kompliziert das Leben ist, wie zerrissen Personen sind, wie Kleinigkeiten, Banalitäten, zu einem Desaster führen können, dann haben wir viel erreicht.

Layla: Man darf dem Publikum ruhig etwas zutrauen, finde ich. Ich habe dieses Jahr vier hochpolitische Filme gedreht. Darf ich sagen, dass ich auf Romcom auch mal wieder Lust hätte?

Mit Bayan Layla, Albrecht Schuch, Tamer Trasoglu, David Nawrath und Simon Amberger sprach Sabine Oelmann

Quelle: ntv.de

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