Unterhaltung

Frischfleisch für die Löwenhöhle Maschmeyer wünscht sich Christian Lindner

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Plant noch keinen Rückzug aus der Löwenhöhle: Carsten Maschmeyer.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Nach der Show ist vor der Show. Und so denkt Carsten Maschmeyer nach dem Finale der elften Staffel von "Die Höhle der Löwen" bereits an die Zukunft. Im Interview zieht er deshalb nicht nur Bilanz. Er verrät auch, wen er mal gerne in der Löwenhöhle begrüßen würde.

Was war Ihr persönliches Highlight in der aktuellen Staffel?

Carsten Maschmeyer: Der Deal mit "Freibeik"! Die Gründerin Iris ist voller Power und Dynamik, genauso wie ihr Produkt: ein bewegliches Sattelgelenk für Fahrräder. Sechseinhalb Jahre hat sie an dieser Erfindung getüftelt. Für ihren Startup-Traum hat sie sogar ihre Eigentumswohnung verkauft und das ganze Geld in die Entwicklung gesteckt. Jetzt führt sie gemeinsam mit ihrer Tochter Carmen das Unternehmen. Die Nachfrage ist so hoch, dass das Produkt nach der Sendung vorübergehend gleich ausverkauft war. Diese Geschichten sind das, was "Die Höhle der Löwen" ausmacht.

Welche Gründer oder Gründerinnen oder Pitches aus Staffel 11 bleiben Ihnen außerdem besonders in Erinnerung und warum?

Michelle und Philip von "SendMePack" haben mich sehr begeistert! Sie haben einen Weg gefunden, mehr aus Mehrweg zu machen und eine ganze Branche zu revolutionieren. Die Idee dahinter ist genial: Kartons landen nach dem einmaligen Gebrauch nicht im Altpapier, sondern werden wiederaufbereitet und in den Umlauf gebracht. Durch das Precycling lassen sich CO2, Wasser und Frischfasern einsparen. Ein Startup, wie es im Buche steht!

Gibt es Momente, an die Sie weniger gerne zurückdenken?

Wenn Gründerinnen und Gründer ihre Zahlen nicht im Griff haben, ist das ein absolutes No-Go! Oder wenn ein Startup nur die Werbezeit will und keinen echten Deal. Leider auch in dieser Staffel!

Welche Löwinnen oder Löwen sind für Sie die härtesten Konkurrenten?

Das hängt oft vom Produkt ab. Ralf (Dümmel) ist beispielsweise stark im Einzelhandel vernetzt. Judith (Williams) weiß sich mit ihrer jahrelangen Erfahrung vor allem im Teleshopping durchzusetzen. Und sobald sie einen Deal haben will, bleibt sie hartnäckig. Da schärfen wir Löwen gerne unsere Krallen. Aber ich scheue den Wettbewerb mit den anderen Löwen nicht. Und die Ergebnisse können sich auch sehen lassen, weil sich die Gründerinnen und Gründer ja auch oft für mich entscheiden, wenn mehrere Löwen ein Angebot abgeben.

Wie haben Sie Gast-Löwin Sarna Röser erlebt?

"Die Höhle der Löwen"

Sendung verpasst? Die komplette Staffel von "Die Höhle der Löwen" ist auch auf RTL+ abrufbar.

Super! Sie sollte wiederkommen! Sarna bringt alles mit, was eine Löwin in dieser Sendung braucht: Investorenerfahrung, positive Geisteshaltung und unternehmerische Expertise. Sie weiß genau, was sie will. Dass wir dann auch noch gemeinsame Deals gemacht haben, freut mich umso mehr.

Welche Investorin oder welchen Investor hätten Sie gerne mal im Löwen-Rudel?

Ich könnte mir Christian Lindner sehr gut als Löwe vorstellen. Er ist das politische Aushängeschild für die deutsche Startup-Szene und wäre sicherlich eine Bereicherung für unser Rudel. Aber lassen Sie sich doch überraschen, vielleicht kommen ja bereits neue Löwen dazu!

Sie haben in dieser Staffel erstmals ihr Scheckheft gezückt. Haben Sie es auch weiterhin immer dabei für ein mögliches zweites Mal?

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Noch ist er aber Finanzminister: Christian Lindner.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Scheckheft habe ich lange in meiner Jackentasche getragen, um bei einem spannenden Pitch sofort auch das Investment tätigen zu können. "NetzBeweis" war die passende Gelegenheit. Ob ich das nochmal mache? Warten Sie es ab, die neuen Folgen für den Herbst wurden gerade erst abgedreht.

Im letzten Jahr hat Georg Koflers "Social Chain AG" Ralf Dümmels "DS Gruppe" übernommen. Aus den Kontrahenten sind Partner geworden. Welche Auswirkungen wird das auf die Show haben?

Vorher waren sie Konkurrenten, jetzt ist Georg Ralfs Chef und sie arbeiten im selben Unternehmen. Das bedeutet auch, dass sie sich ab jetzt abwechseln müssen, wer auf dem Löwensessel sitzt.

Mehr zum Thema

Sie sind seit 2016 Teil von "Die Höhle der Löwen". Wie oft haben Sie schon ans Aufhören gedacht?

Überhaupt nicht! Ich bleibe der Sendung gerne erhalten, solange ich einen Mehrwert für die Zuschauerinnen und Zuschauer liefern kann und wir weiterhin spannende Ideen sehen! Und ja, die "Höhle" ist wirklich eine große Freude, weil ich Startups entdecke, die ich sonst nicht kennengelernt hätte. Und sie vermittelt auf unterhaltsame Art und Weise, was Unternehmertum bedeutet und stärkt den Gründergeist in Deutschland. Das kann weder die Schule noch die Politik leisten. Deswegen hat "Die Höhle der Löwen" über die reine Unterhaltung einen noch viel größeren, wichtigeren Wert.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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