"Vermächtnis wird weiterleben"Musik-Legenden verbeugen sich tief vor Dolly Parton

Dolly Parton hinterlässt nach ihrem Tod mit 80 Jahren ein riesiges musikalisches Erbe. Die Musikwelt würdigt die Country-Legende als "Maßstab" schlechthin. Für Paul McCartney war sie "die Beste".
Die internationale Musikwelt hat die verstorbene US-Country-Legende Dolly Parton gewürdigt. "Eine Welt ohne Dolly fühlt sich nicht möglich, nicht real und nicht richtig an", sagte US-Popstar Taylor Swift den Branchenmagazinen "Variety" und "The Hollywood Reporter". "Aber aufgrund der grenzenlos großzügigen Art, wie sie ihre Zeit auf dieser Erde verbrachte, und der zahllosen Leben, die sie zum Besseren verändert hat, wird ihr Vermächtnis für immer weiterleben."
Auch R&B-Sängerin Beyoncé, die mit ihrem Country-Album "Cowboy Carter" große Erfolge gefeiert hatte, verbeugte sich vor Parton. "Du warst der Maßstab. Der Nordstern. Kühn und brillant. Talentiert und unbeirrbar. Du hast so viele Lektionen darüber erteilt, wie man ganz man selbst sein kann", schrieb die Musikerin auf ihrer Website.
Mick Jagger nannte Parton bei Instagram eine wunderbare Songschreiberin und Interpretin, die viele Menschen zusammengebracht habe. Alle würden sie sehr vermissen. Kelly Clarkson schrieb dort, Parton habe jedem das Gefühl gegeben, besonders zu sein und dazuzugehören, als kenne man sich seit Jahren. "Ich werde ihr Herz und ihre Stimme vermissen, und ich bin mir sicher, dass es Millionen anderen genauso gehen wird."
McCartney: "Du warst die Beste"
Sängerin und Schauspielerin Reba McEntire schrieb auf Instagram, sie habe gerade erst die Nachricht bekommen, "dass meine Freundin Dolly in die höhere und bessere Welt hinübergegangen ist". Sie danke Parton für alles, was diese auf der Erde getan habe. "Deine Liebe, deine Musik - du hast mit deinem großen, großen Herzen so viel gegeben", schrieb McEntire weiter. Es werde nie wieder jemanden wie sie geben, jede Erinnerung und jede einzelne Note wolle sie in Ehren halten. An die erste Begegnung und an das letzte Gespräch werde sie sich immer erinnern.
Blake Shelton, der gemeinsam mit Gwen Stefani in der Castingshow "The Voice" mit Parton gearbeitet hatte, berichtete, sie sei exakt der Mensch gewesen, für den man sie halte. Die Zeit mit ihr habe sich angefühlt wie die mit dem lustigsten und liebevollsten Mitglied der eigenen Familie, schrieb er bei Instagram.
Kacey Musgraves schrieb auf X, die Welt wirke mit einem Schlag sehr viel weniger funkelnd. Sie sei froh, dass Parton nun bei ihrem Carl Dean sei. Der Ehemann war fast 60 Jahre mit ihr verheiratet und im vergangenen Jahr mit 82 Jahren gestorben. Jack White, der im Jahr 2000 "Jolene" gecovert hatte, kommentierte ein altes Porträt der Sängerin knapp mit: "Sofortige Heiligsprechung".
Paul McCartney betonte in seinem Beitrag: "Ihr Songwriting, ihr Gesang und ihr philanthropisches Engagement waren in der Welt der Country-Musik unübertroffen, und es ist schwer vorstellbar, in einer Welt ohne Dolly zu leben. [...] Danke, Dolly, für die wunderschöne Musik, die du mir und der ganzen Welt geschenkt hast. Wir werden dich immer lieben, Gott segne dich und ruhe in Frieden. Du warst die Beste."
Auch Hollywood verneigt sich
Auch aus der Schauspielwelt kamen rührende Zeilen zum Tod der Musik-Ikone. Jane Fonda schrieb bei Instagram: "Dolly wird immer bei uns sein, denn sie war so präsent, so kraftvoll, so großzügig und verspielt, dass sie für immer in unser aller Leben und unsere Herzen eingewoben ist."
Jamie Lee Curtis kommentierte ein gemeinsames Bild mit: "Man sagt, man solle seine Helden nicht persönlich kennenlernen. Was sie betrifft, lagen sie falsch. [...] Sie ist ein großartiges Vorbild für uns alle."
US-Präsident Donald Trump ordnete an, die amerikanischen Flaggen im ganzen Land eine Woche lang auf halbmast zu setzen. Der Verlust treffe Millionen von Menschen, schrieb Trump auf Truth Social. Es habe nie jemanden wie Parton gegeben und werde auch nie wieder jemanden geben. Bill Clinton würdigte sie als Songschreiberin, "die mit Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Herz die Geschichten ganz normaler Amerikaner erzählte". Hillary Clinton verwies auf die Imagination Library, über die monatlich eine Million Bücher an Kinder verschickt wurden.