Schreckmoment in WienSchwedische ESC-Sängerin Felicia kippt bei Probe um

Mit ihrem Elektro-Popsong "My System" ist die Schwedin Felicia eine der Favoriten beim diesjährigen ESC in Wien. Bei der Generalprobe kommt es für sie und ihre Delegation zu einem Schockmoment. Doch die herbeigerufenen Ärzte geben Entwarnung.
Die schwedische ESC-Sängerin Felicia ist nach der Generalprobe für das Finale am Freitagabend in Ohnmacht gefallen. Wie die schwedische Zeitung "Aftonbladet" berichtet, mussten Ärzte gerufen werden, die sich um die Künstlerin wegen eines Kreislaufkollapses kümmerten. Bei der Ohnmacht habe sich Felicia nicht verletzt, es sei kein tiefer Sturz gewesen, wird die schwedische Delegationsleiterin Lotta Furebäck zitiert.
Felicia habe sich schon in der Garderobe unwohl gefühlt, es sei dort sehr heiß gewesen. Ihr sei schwindelig geworden, und als sie in die Loge kam, sei sie ohnmächtig geworden. Als Gründe für den Kollaps nennt Furebäck Flüssigkeitsmangel ihrer Künstlerin, zu große Hitze und das Tragen eng anliegender Kleidung. "Aber jetzt ist alles wieder in Ordnung. Ein Blutdruckabfall, einfach gesagt", so die Delegationsleiterin. Felicia sei von Ärzten versorgt worden, es gehe ihr schon wieder gut, sie müsse sich nur ausruhen.
Die Schwedin Felicia ist mit ihrem Elektro-Popsong "My System" eine der Favoriten beim diesjährigen ESC in Wien. Bei ihrem Auftritt trägt sie eine schwarze Spitzenmaske über Mund und Nase. Begleitet wird sie von Tänzern, illuminiert von einer Lasershow, die die Bühne in rotes und grellweißes Licht taucht.
Der Vorfall nach der Generalprobe am Freitag soll in keinem Zusammenhang mit den Stimmproblemen stehen, mit denen Felicia Anfang der Woche zu kämpfen hatte, führt Furebäck laut Bericht weiter aus. Auf die Frage, ob sie Angst um ihre Künstlerin hatte, sagt sie: "Als sie ohnmächtig wurde, machte man sich natürlich ein bisschen Sorgen." Felicia müsse nur genug Flüssigkeit, etwas zu essen und etwas Ruhe bekommen. Dann denke sie, dass sie "wieder auf der Rennstrecke sein wird", so die Delegationsleiterin. Die Ärzte würden jedenfalls keine Probleme für Felicia sehen, im Finale am heutigen Abend aufzutreten.
Kritik an Teilnahme Israels
Im Vorfeld des ESC hatte Felicia wegen einer Aussage zu Israel angeeckt. Nach ihrem Sieg beim Melodifestivalen, dem schwedischen Vorentscheid zum ESC, sagte die Schwedin in einem Interview, sie werde zwar nach Wien fahren und müsse dann eben vor Ort dafür sorgen, dass Israel nicht gewinne. Der israelische Rundfunk zog Berichten zufolge deshalb eine Beschwerde gegen die Sängerin in Erwägung.
Vom ESC-Veranstalter EBU (European Broadcasting Union/Europäische Rundfunkunion) kam als Reaktion lediglich eine Erinnerung an den schwedischen Rundfunk, das Verbot politischer Statements in dem Wettbewerb zu beachten. Wegen der Teilnahme Israels boykottieren Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien den ESC in diesem Jahr.