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Klage gegen Warner Bros. Streit um "Matrix 4" geht vor Gericht

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Neben viel Kritik gibt es nun auch noch Streit um "Matrix: Resurrection".

(Foto: picture alliance/dpa/Warner Bros./Village Roadshow Films)

Der vierte "Matrix"-Film ist eine Kooperation von Village Roadshow Pictures und Warner Bros. Letztere haben den Streifen parallel zum Kinostart auch fürs Streaming bei HBO Max freigegeben. Das schmeckt der Partnerfirma gar nicht. Sie hat nun Klage gegen den Hollywood-Riesen eingereicht.

Die Produktionsfirma Village Roadshow Pictures klagt gegen das Filmstudio Warner Bros. Es geht um das gemeinsame Projekt "Matrix Resurrections", den vierten Teil der Sci-Fi-Reihe mit Keanu Reeves. Warner hat den Film nicht nur im Kino, sondern zeitgleich auch auf der Streamingplattform HBO Max veröffentlicht. Dadurch sieht Village Roadshow Pictures laut "Wall Street Journal" den Vertrag gebrochen.

Seit seinem Kinostart am 21. Dezember 2021 spielte "Matrix: Resurrections" weltweit 155 Millionen US-Dollar (ca. 136 Mio. Euro) ein. Bei einem Budget von 190 Millionen (ca. 166 Mio. Euro) macht dies die lang erwartete Fortsetzung zum Verlustgeschäft für Village Roadshow Pictures. Anders als Warner Bros. Studios machen die Koproduzenten mit der Veröffentlichung von "Matrix 4" auf HBO Max keinen Gewinn. Der Streamingdienst gehört zu Warner.

"Warner Bros. gestattete seiner Schwestergesellschaft, den Film von Village Roadshow am Tag des Kinostarts ohne weitere Mehrkosten zu streamen" schrieb ein Anwalt von Village Roadshow laut "The Hollywood Reporter" in der Klageschrift. "Dadurch konnte die Schwestergesellschaft ihre Abonnenten und Abonnementeinnahmen steigern, was wiederum den Aktienkurs der Muttergesellschaft ankurbelte."

Die Kläger warfen Warner Bros. außerdem vor, dass das Studio den von Fans erwarteten Film bewusst vom Frühjahr 2022 in den Dezember 2021 geschoben habe. Mit diesem Schritt wollte laut Klage Warner Bros. seine Streamingzahlen für das vergangene Jahr schönen. Den Verlust für Village Roadshow nahm der Konzern in Kauf.

Streit besteht schon länger

Nachdem Warner Bros. im vergangenen Jahr entschieden hatte, seine großen Kinofilme zeitgleich zu streamen, wurden die Verträge mit den Produktionspartnern neu verhandelt. Nur mit Village Roadshow habe es laut Klage einen solchen Deal nicht gegeben.

Das Studio und die Produktionsfirma liegen auch wegen anderer Projekte im Clinch. So fühlt sich Village Roadshow etwa aus der Produktion von "Wonka" gedrängt. Warner Bros. behauptet, dass der Film um die Vorgeschichte des Schokoladenfabrikbesitzers Willy Wonka keine direkte Fortsetzung von "Charlie und die Schokoladenfabrik" sei. An dem Film von 2005 besitzt Village Roadshow Rechte.

Warner Bros. weist die Klage wegen "Matrix: Resurrections" zurück. Mit einer Anspielung auf vorangegangene Verhandlungen heißt es in einer Stellungnahme: "Dies ist ein unseriöser Versuch von Village Roadshow, sich ihrer vertraglichen Verpflichtung zu entziehen, an dem Schiedsverfahren teilzunehmen, das wir letzte Woche gegen sie eingeleitet haben. Wir haben keinen Zweifel daran, dass dieser Fall zu unseren Gunsten entschieden wird."

Quelle: ntv.de, nan/spot

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