Unterhaltung

Auch Elton John gewinnt Preis Tarantino und Pitt erhalten Golden Globes

Nach den Oscars gelten die Golden Globes als wichtigster Preis in Hollywood. Die großen Gewinner sind in diesem Jahr "Once Upon a Time in Hollywood" sowie ungewöhnlich viele Preisträger, die nicht aus den USA stammen.

Die Komödie "Once Upon a Time in Hollywood" von Regisseur Quentin Tarantino hat den Golden Globe als beste Filmkomödie gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse in Beverly Hills bekannt. Für das Werk gab es zuvor bereits andere Auszeichnungen: Tarantino wurde für das beste Drehbuch geehrt, Brad Pitt als bester Nebendarsteller. Die Golden Globes, nach den Oscars Hollywoods wichtigste Filmpreise, wurden in Beverly Hills zum 77. Mal vergeben. Das Kriegsdrama "1917" von Regisseur Sam Mendes gewann den Golden Globe als bestes Filmdrama.

Auch für "Rocketman" über das Leben des Sängers Elton John gab es mehrere Auszeichnungen: Der Brite Taron Egerton gewann den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical - und Elton John selbst wurde für den besten Filmsong geehrt.

a778d41fff47ca7d8170e4445d94f363.jpg

Joaquin Phoenix wurde für seine Rolle in "Joker" ausgezeichnet.

(Foto: REUTERS)

Der US-amerikanische Schauspieler Joaquin Phoenix kann sich über die zweite Golden-Globe-Trophäe seiner Laufbahn freuen. In der Nacht zum Montag wurde er in Beverly Hills zum besten Hauptdarsteller in einem Drama gekürt. In dem düsteren Thriller "Joker" verkörpert er den psychisch kranken Batman-Gegenspieler, der in Gotham City zum Gewalttäter wird.

Als beste Schauspielerin in einem Filmdrama wurde Renée Zellweger ausgezeichnet. Sie holte die begehrte Trophäe in der Nacht zum Montag mit ihrer Verkörperung der Schauspiel-Ikone und Sängerin Judy Garland in "Judy". Es ist die vierte Globe-Trophäe in ihrer langen Karriere nach "Nurse Betty" (2001), "Chicago" (2003) und "Unterwegs nach Cold Mountain" (2004).

Kriegsfilm gewinnt Regie-Preis

Der Regie-Preis ging an den Briten Sam Mendes für das Kriegsdrama "1917". Er setzte sich unter anderem gegen seine Kollegen Martin Scorsese und Quentin Tarantino durch. Beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical wurde die US-Komikerin und Musikerin Awkwafina für ihre Rolle in der Tragikomödie "The Farewell".

Beste Mini-Serie wurde das US-amerikanisch-britische Atomkatastrophendrama "Chernobyl" von HBO (in Deutschland bei Sky zu sehen). Der Schwede Stellan Skarsgard gewann darin für seine Verkörperung eines sowjetischen Politikers den Preis als bester männlicher Nebendarsteller. Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie wurde der Australier Russell Crowe als TV-Produzent Roger Ailes in "The Loudest Voice". Den Preis als beste Hauptdarstellerin einer Miniserie gewann Michelle Williams für ihre Verkörperung der Schauspielerin und Tänzerin Gwen Verdon in der Serie "Fosse/Verdon". Patricia Arquette wurde für "The Act" zur besten Nebendarstellerin ernannt.

Mehrere Trophäen gingen an britische Werke: Beste Schauspielerin in einem Drama wurde die Britin Olivia Colman als Queen Elizabeth II. in der Netflix-Serie "The Crown". In der Comedy-Kategorie gewann BBCs "Fleabag" als beste Serie. Deren Autorin Phoebe Waller-Bridge spielt darin eine einsame Großstädterin. Die Londonerin gewann auch den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie. Hierzulande erschien "Fleabag" bei Amazon. Der Film "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt hatte es nicht unter die Nominierten in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" geschafft. Hier siegte der Südkoreaner Bong Joon Ho mit seinem gefeierten sozialkritischen Thriller-Drama "Parasite".

Hanks und DeGeneres bekommen Ehren-Globes

Zum fünften Mal stand der britische Komiker Ricky Gervais als Gastgeber auf der Bühne. In seiner Auftaktrede gab sich der 58-Jährige bemerkenswert bissig. Zwei Ehrenpreisträger standen vorab schon fest. Die US-Moderatorin Ellen DeGeneres erhielt den Carol-Burnett-Preis als Ehrung für besondere TV-Persönlichkeiten. Tom Hanks wurde mit dem Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk gewürdigt.

Über die Auszeichnungen des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien entscheiden rund 90 internationale Journalisten, die seit Langem in Hollywood arbeiten. Bei den Oscars stimmen fast 9000 Filmschaffende ab. Die Academy Awards werden am 9. Februar vergeben.

Quelle: ntv.de, mba/cri/dpa