Unterhaltung

Vip, Vip, Hurra! Yeliz Koc, Menowin und Hochstapler im TV

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Beklagt, keinen Unterhalt vom Vater ihrer Tochter zu erhalten: Yeliz Koc.

(Foto: imago images/localpic)

Untalentierte Leute schlawinern sich durchs TV, Jimi Blue Ochsenknecht zahlt keinen Unterhalt und Hochstaplerin Anna Sorokin verscherbelt jetzt Knast-Kunst. Die Woche der Promis geht dieses Mal mit einer Frage einher: Wie lange gehen Influencer noch als "Stars" durch?

Es ist kein Geheimnis: Das Unterhaltungs-TV muss sich neu erfinden. Längst ist es in den oberen Etagen angekommen, dass man so nicht weitermachen kann, wenn man das junge Publikum nicht an die Streamingdienste verlieren möchte. Der Fehler, der sich weiterhin wie ein roter Faden durch viele Formate zieht, ist der Irrglaube, gutes Fernsehen sei teuer. Also setzt man auf billige Produktionen mit hauseigenem Personal und greift vermehrt auf Influencer zurück, deren untalentierte Hintern man pudert, weil man dem Irrwitz anheimgefallen ist, sich von ihrer großen Reichweite auf Social Media Erfolg für das eigene Projekt zu versprechen.

So landen die größten Knalltüten, die einen IQ so hoch wie frisch gemähter Rasen, aber dafür Hunderttausende Follower haben, in den größten TV-Shows. Dabei wird ignoriert, dass die Influencer längst nicht so "kicken" - um es im Jugendsprech zu sagen - wie man es sich eingangs erträumt hat. Influencer mit der TV-Präsenz einer Stehlampe übernehmen ganze abendfüllende Moderationen und lesen von ihren Karteikärtchen Sätze ab, die teils so sinnentleert sind, dass das Gehirn freiwillig in den Standby-Modus fährt.

"Die Ochsenknechts" und kein Unterhalt von Jimi Blue

Dabei liegt es weder an den Formaten noch an den Produktionen. Es liegt daran, dass viele TV-Macher keinerlei Visionen haben. Man fragt sich, wann es endlich einsetzt, das große Erwachen bei den Verantwortlichen des sogenannten Unterhaltungsfernsehens? Und wie vielen moralisch fragwürdigen Leuten bis dahin noch TV-Formate, Auftritte, gar eigene Serien angeboten werden? Immer unter der Prämisse, ein Bad-Boy- oder Bad-Girl-Image sei bestimmt reizvoll für die Quote. Natürlich soll das nicht heißen, dass Unterhaltungs-TV künftig nur mit Leuten gestaltet werden soll, deren moralischer Kompass im Lot ist. Aber zumindest sollte er nicht komplett außer Kurs sein.

Denn es sagt viel über die Fernsehbranche und noch mehr über unsere Gesellschaft aus, wenn wir Straftäter, Hochstapler, Lügner, Homophobe und Mobber für ihr Verhalten belohnen, indem wir ihnen im TV auch noch eine Bühne geben.

Und dann gibt es auch noch Formate wie: "Die Ochsenknechts", die sich gerne als Familie selber feiern. Indes bekundet Yeliz Koc, Mutter von Jimi Blue Ochsenknechts kleiner Tochter, ihr Ex-Partner würde keinen Unterhalt zahlen. Auch von 20.000 Euro Schulden ist die Rede. Finanzielle Probleme kommen in den besten Familien vor. Es heißt, Ochsenknecht habe ein Start-up gegründet und sich dabei verspekuliert. Schlimm, ja. Die Sache aber ist die: Der Vater ist erfolgreicher Schauspieler, Mama Ochsenknecht ist angesagte Influencerin, es gibt Buchverträge und Werbedeals. Aber es ist offenbar nicht möglich, dem Sohnemann finanziell so unter die Arme zu greifen, dass er zumindest für den Unterhalt seines Kindes aufkommen kann.

Einer, dem auch oft ein roter Teppich ausgelegt und auf dessen Vorbildfunktion vor allem für junge Menschen gepfiffen wurde, ist Menowin Fröhlich. Nun muss der fünffache Vater, der ständig öffentlich über sein Koksproblem plaudern durfte, mal wieder ins Gefängnis. Der Musiker fuhr besoffen Auto und baute einen Unfall. Das Urteil: ein Jahr und zwei Monate ohne Bewährung. Es ist nicht das erste Mal, dass der 34-Jährige in den Bau wandert. Insgesamt hat Fröhlich bereits vier Jahre eingesessen.

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Ansonsten war diese Woche bei den Promis ungefähr so visionär wie die Hoffnung, alte, eingestaubte Formate aus den Achtzigern könnten die Quote ankurbeln. Hach, was war die Welt noch in Ordnung, als sich alle vor der Glotze versammelten, um zu schauen, wie Professor Dr. Klaus Brinkmann in der "Schwarzwaldklinik" über die Flure stromerte!

Heutzutage lässt uns Katarina Witt vielmehr wissen, dass sich bei ihr das Alter bemerkbar mache und sie in Zeiten der Pandemie zugenommen habe. Sie nehme mit ihren 56 Jahren nicht mehr so leicht ab wie mit 20, weil sich der Stoffwechsel verändere. Das hat ja wirklich niemand gewusst!

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Auch eine Figur, die für ihre betrügerischen Machenschaften fürstlich entlohnt wurde, ist Anna Sorokin - die deutsche Hochstaplerin, die in den USA erst viele Leute um ihr Geld prellte und schließlich mit dem Verkauf ihrer Geschichte Hunderttausende Euro verdiente.

Nun kassiert die falsche Erbin, die auch ob ihrer Robe als Modeikone gefeiert wird, fünfstellige Beträge für Skizzen, die sie im Knast gekritzelt hat. Die Leute, so heißt es, seien fasziniert von ihrem Stil. Und wenn bei der Kunstposse die Kohle angesichts dieses Multitalents so locker sitzt, beschenkt man sich quasi selbst, indem man für eine Anna-Skizze schlappe 10.000 US-Dollar lockermacht. Spielgeld auf dem Kunstmarkt, wo alles - wie fast überall - auch nur eine Sache von Angebot und Nachfrage ist. Bis nächste Woche!

Quelle: ntv.de

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