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Song Contest als "großes Highlight" Anke Engelke beklagt Gemecker

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Schon in der Kindheit vom Grand Prix geprägt: Anke Engelke.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eines steht für Anke Engelke jetzt bereits fest: Die Moderation des Eurovision Song Contests in Düsseldorf ist ein Highlight in ihrer Karriere. Weniger glanzvoll findet sie indes die Kritik an Lenas Titelverteidigung.

Schauspielerin Anke Engelke stört das "Gemecker" an Lenas Titelverteidigung beim Eurovision Song Contest. Dieses sei "nicht wirklich sachlich oder der Sache dienlich", sagte Engelke n-tv.de. Sie fände es schön, wenn alle besser hinschauen und erkennen würden: "Hier passiert gerade etwas Spannendes."

Engelke war Teil der Jury in einer der drei Ausscheidungsshows von "Unser Song für Deutschland", in denen mit "Taken By A Stranger" Lenas Lied für den diesjährigen Wettbewerb ermittelt wurde. Zudem wird die Schauspielerin zusammen mit Entertainer Stefan Raab und Moderatorin Judith Rakers den Song Contest am 14. Mai in Düsseldorf präsentieren.

"Ich freue mich über jede Innovation", sagte Engelke über die Idee der Titelverteidigung. Anstatt vor Ehrfurcht und Respekt vor dem Song Contest zu erstarren, solle man die Herangehensweise würdigen: "So, wir machen das jetzt. Und wir machen das mal ein bisschen anders, Leute: Titelverteidigung im eigenen Land. Zieht Euch alle warm an!"

"So eine isländische Uschi"

Die Moderation des Song Contests sei für sie ein "ganz großes Highlight", sagte die 45-Jährige. Seit ABBA 1974 den Wettbewerb gewonnen habe, sei sie Fan der schwedischen Gruppe. "Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn da irgend so eine isländische Uschi gewonnen hätte." Sie selbst habe schon im Kindesalter mit dem Singen angefangen und dabei auch "Grand-Prix-Songs nachgesungen". Und: "Obwohl ich schon Teenager war, fand ich so etwas wie Dschinghis Khan sensationell." Für jemanden, der so viel mit Musik zu tun habe wie sie, sei es daher natürlich eine "große Freude" gewesen, als die Anfrage zur Moderation des Events in Düsseldorf gekommen sei.

Engelke wirbt gerade für den Animationsfilm "Gnomeo und Julia", in dem sie eine Synchronisationsrolle übernommen hat. Ebenso wie der Musiker Bürger Lars Dietrich, der in dem Streifen sein Debüt als Synchronsprecher gibt.

"Total spannend"

Als Freund und ehemaliger Gesangspartner von Stefan Raab äußerte auch er sich zum Song Contest. Vergangenes Jahr sei er vor dem Wettbewerb äußerst skeptisch gewesen, sagte der Musiker, "weil ich irgendwie fast schon das Gefühl hatte, wir haben niemals eine Chance zu gewinnen." Er sei jedoch eines Besseren belehrt worden. "Ich habe das Gefühl, man sollte Stefan da nicht unterschätzen. Wer weiß, was jetzt passiert, wie wir jetzt alle wieder überrascht werden", fügte er hinzu. Wie Engelke vertrat Bürger Lars Dietrich die Meinung: "Die Herangehensweise macht die Sache auf jeden Fall total spannend."

Dem Song "Taken By A Stranger" kann der 38-Jährige allerdings nicht viel abgewinnen: "Mich hat es jetzt nicht so groß erreicht. Aber es scheint ja doch eine Wirkung auf Menschen zu haben." Schließlich sei für die Nummer angerufen worden, erklärte der Musiker und fügte mit Blick auf Lenas Siegessong "Satellite" 2010 hinzu: "Ich fand den vom letzten Jahr besser."

Quelle: ntv.de, vpr