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Montag, 26. Mai 2014

Todesstrafe und Abstammungsnachweis: Europas Radikale feiern den Wahlerfolg

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Europa in der Krise: Viele Wähler haben das Vertrauen in die europäischen Institutionen verloren. (Foto: REUTERS)

Europa in der Krise: Viele Wähler haben das Vertrauen in die europäischen Institutionen verloren.

Europa in der Krise: Viele Wähler haben das Vertrauen in die europäischen Institutionen verloren.

Davon profitieren vor allem die radikalen Parteien, im neuen EU-Parlament ...

... sind fast 20 Prozent der Abgeordneten Euro-Kritiker.

Bernd Lucke gibt den strahlenden Sieger. Seine Partei Alternative für Deutschland holt 7 Prozent der Stimmen in Deutschland.

Die AfD will den Euro abschaffen und die Einwanderung begrenzen.

Im Vergleich zu den radikalen Parteien anderer EU-Länder ist die als rechtspopulistisch kritisierte AfD aber geradezu harmlos.

Mit gut 25 Prozent der Stimmen hat der rechtsextreme Front National die Wahl in Frankreich gewonnen.

Parteichefin Marine Le Pen setzt sich unter anderem für eine Schließung der Grenzen und die Wiedereinführung der Todesstrafe ein.

Zum ersten Mal seit mehr als hundert Jahren gewinnt eine andere Partei als die Konservativen oder die Labour Party eine Wahl in Großbritannien.

Nigel Farages Partei Ukip (knapp 28 Prozent) strebt die Auflösung der Europäischen Union an.

Politikverdrossenheit pur in Italien: TV-Komiker Beppe Grillo wird mit seiner populistischen Fünf-Sterne-Bewegung (21 Prozent) zweitstärkste Kraft.

Grillo will die Finanzkrise in Italien lösen, indem er die Staatsschulden einfach nicht zurückzahlt.

Mit einem anti-islamischen Programm ging Christian Strache in Österreich auf Wählerfang. Seine rechtspopulistische FPÖ ...

... feiert mit fast 21 Prozent das drittbeste Wahlergebnis aller Parteien in Österreich.

Auch Geert Wilders warnt vor einer Islamisierung Europas.

Seine Anti-Europa-Partei kommt auf gut 12 Prozent in den Niederlanden - weniger als prognostiziert.

Viktor Orbán hat regierungskritische Medien und Kunst in Ungarn stark einschränken lassen. Bei der Europawahl ...

... erzielt seine rechtspopulistische Fidesz-Partei, die wie die CDU zur Fraktion der Europäischen Volkspartei gehört, mit fast 52 Prozent der Stimmen einen erdrutschartigen Sieg.

Wegen der Schuldenkrise erhalten die radikalen Parteien in Griechenland massiven Zulauf.

Das linke Syriza-Bündnis (21 Prozent) um Alexis Tsipras fordert die Verstaatlichung aller Banken.

Die neonazistische Goldene Morgenröte (9 Prozent) weckt dunkle Erinnerungen:

Sie will nur Menschen mit reiner griechischer Abstammung das Wahlrecht erteilen.

Die radikalen Parteien sind zwar so unterschiedlich, dass sie wohl kaum eine funktionierende Fraktion schmieden dürften.

Ein Warnschuss ist das gute Abschneiden der EU-Gegner aber allemal.

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