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Montag, 11. Juni 2018

Geschasster Sané kein Einzelfall: Diese Stars müssen bei der WM zuschauen

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Die Fußball-WM in Russland steht an. (Foto: imago/Golovanov + Kivrin)

Die Fußball-WM in Russland steht an.

Die Fußball-WM in Russland steht an.

Am 4. Juni mussten alle Nationen ihre endgültigen Kader melden. Dabei gibt es so manche Überraschung.

Auf dem Teamfoto der deutschen Mannschaft fehlt einer, den viele Fans gern bei der WM gesehen hätten: Leroy Sané.

Statt mittendrin im Team des Titelverteidigers, ist er jetzt nicht dabei.

Allein mit den Spielern, auf die Frankreich verzichtet, ließe sich ein gutes Gerüst für andere Mannschaften bauen.

Kingsley Coman vom FC Bayern etwa hat es nach seinem Syndesmoseriss nicht in den Kader von Trainer Didier Deschamps geschafft.

Karim Benzema, noch Torschütze im Champions-League-Finale bleibt ebenfalls daheim.

Damit wartet der Stürmer nach seiner Suspendierung im Jahr 2015 - wegen der sogenannten Sexvideo-Affäre - weiterhin auf eine Berufung.

Ebenfalls tief enttäuscht sein dürfte Alexandre Lacazette.

Der Stürmer vom FC Arsenal hat einen Marktwert von 55 Millionen Euro, muss aber anderen den Vortritt lassen.

Anthony Martial legt beim Marktwert sogar nochmal 10 Millionen Euro drauf - aber das hilft dem Man-United-Spieler trotzdem nicht.

Auch für Verteidiger Laurent Koscielny wird auf Grund einer schweren Verletzung kein Länderspiel im Juni und Juli hinzukommen.

Richtig zum Heulen ist Dimitri Payet zumute: Den 31-Jährigen hindert eine Muskelverletzung, die sich der Spieler von Olympique Marseille im Europa-League-Finale gegen Atlético Madrid zuzog.

Besonders bitter, denn der Mittelfeldmann von Olympique Marseille wurde bei der Heim-EM noch für seine Tore und Dribblings gefeiert. Damals stand er als einer von zwei Franzosen sogar in der Top-Elf des Turniers.

Selbst rausgekickt hat sich dagegen Adrien Rabiot. Weil er keinen Bock auf die ihm zugewiesene Reservistenrolle hatte, schickte er eine Mail an Trainer Deschamps.

Deren Inhalt: Er werde die ausgehändigten Trainingspläne nicht befolgen. Deschamps machte kurzen Prozess: Das war's dann eben ganz.

Bei den Bayern auf der Bank, für Spanien noch nicht mal im Kader: Javi Martinez.

Schon im März hatte sich der 29-Jährige über die anhaltende Nichtberücksichtigung durch Coach Julen Lopetegui öffentlich beschwert: Er hat mich nie angerufen und nichts dazu gesagt."

Der Bayern-Legionär teilt das Schicksal mit Altstar Cesc Fabregas ...

... und dem 25-jährigen Alvaro Morata. Beide spielen zusammen beim FC Chelsea.

Auch Sergi Roberto vom spanischen Meister FC Barcelona darf die Reise nach Russland nicht antreten.

Jede Menge Stars im Aufgebot hat auch zweifache Weltmeister Argentinien. Nicht in die Auswahl geschafft hat es Mauro Icardi - obwohl er Torschützenkönig der Serie A wurde.

Beim Mitfavoriten Belgien fehlt Radja Nainggolan. Begründung des Trainers Roberto Martinez: "Wir wissen, dass Radja bei seinem Verein eine wichtige Rolle spielt. Wir können ihm so eine Rolle in unserem Team nicht geben."

Der 30-Jährige vom AS Rom reagiert hart, aber fair: "Von heute an bin ich der erste Fan", sagt er als er "schweren Herzens" seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet.

Einen harten Schnitt wagt Gareth Southgate bei der englischen Auswahl auf der Torhüterposition. ...

... 75 Länderspiele absolvierte Joe Hart, nun wird er aussortiert.

Noch ein Routinier befindet sich in der traurigen Auswahl: David Luiz.

Der Verteidiger vom FC Chelsea fehlt genauso bei Brasilien ...

... wie sein Verteidigerkollege Luiz Gustavo.

Während Gustavo auch seinem Trainer Tite die Beißerchen zeigen dürfte, muss Dani Alves vom FC Barcelona aufgrund einer Kreuzbandverletzung absagen.

Er kommt zwar aus dem Heimatland der Europameister, darf sich aber nicht so nennen: Der Portugiese Fabio Coentrao verpasste bereits die EM 2016 ...

... nun fehlt der 30-Jährige von Sporting Lissabon erneut - allerdings freiwillig. Weil die Saison so ermüdend war.

Auch Renato Sanches ist für Portugal nicht dabei. Kein Wunder, vom FC Bayern ist er nach Swansea ausgeliehen - und stieg dort ab.

Und noch einer darf nicht jubeln: Schlitzohr Claudio Pizarro. Da hat sich sein Peru für die WM qualifiziert, aber Trainer Ricardo Gareca verzichtet auf den Altmeister vom 1. FC Köln.

Einer darf in der Liste der Superstars, die die WM ganz bestimmt legendärer gemacht hätten, nicht vergessen werden: Zlatan Ibrahimovic.

Dabei hatte der egozentrische Schwede sich doch bereits vor Monate damit gebrüstet, er würde selbst entscheiden, ob er aufgestellt wird oder nicht.

Hat dann irgendwie doch nicht funktioniert für den 36-Jährigen, der mittlerweile bei L.A. Galaxy spielt. (ara)

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