Vom Garagenschrauber zum Milliardär: Magna - der unbekannte Riese
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Bis vor wenigen Monaten war der Konzern Magna nur Insidern der Automobilbranche ein Begriff.Bild 1 von 45 Doch heute ist Magna ist in aller Munde. Zusammen mit der russischen Sberbank wollte der österreichisch-kanadische Konzern die Mehrheit der GM-Tochter Opel übernehmen.Bild 2 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaDoch nun hat der Mutterkonzern entschlossen, doch nicht zu verkaufen: Der Deal ist geplatzt.Bild 3 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaMagna war aus mehreren Gründen von Anfang an der Favorit der Bundesregierung im Rennen um die Opel-Rettung.Bild 4 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaDer Konzern sagte zu, alle deutschen Standorte von Opel zu erhalten.Bild 5 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaMagna hat Erfahrungen in der Branche. Und anders als bei einer Hochzeit mit dem italienischen Autobauer Fiat ...Bild 6 von 45 ... hätte bei Magna nicht die Gefahr bestanden, dass die Produktion der Automobile von den Opel-Werken in eigene Werke verlegt wird, um diese auszulasten.Bild 7 von 45 | Foto: REUTERSAber langsam. Bei Magna wird immer nur vom "Autozulieferer" gesprochen. Was macht Magna eigentlich?Bild 8 von 45 | Foto: REUTERSHinter Magna steht eine Geschichte wie aus dem Bilderbuch. Und bisher verlief sie ganz ohne böse Überraschungen.Bild 9 von 45 | Foto: picture-alliance / dpaDie Unternehmensgeschichte von Magna wäre das perfekte Beispiel für den amerikanischen Traum "vom Garagenschrauber zum Milliardär". Wenn es da nicht eine Kleinigkeit gäbe: ...Bild 10 von 45 | Foto: REUTERS... Sie beginnt in Kanada.Bild 11 von 45 | Foto: REUTERS1954 wandert der Österreicher Franz Strohsack mit nur 200 Dollar im Gepäck nach Kanada aus. Der damals 22-Jährige hat den Beruf des Werkzeugmachers erlernt.Bild 12 von 45 | Foto: ASSOCIATED PRESSEr eröffnet 1957 als Franz Stronach - angeblich können Kanadier das besser aussprechen - "Multimatic", einen Ein-Mann-Betrieb für Werkzeugbau, in einer Garage.Bild 13 von 45 | Foto: REUTERSDer Umsatz im ersten Geschäftsjahr beträgt rund 13.000 Dollar.Bild 14 von 45 1960 erhält Multimatic den ersten Großauftrag für Autoteile: GM beauftragt ihn mit der Produktion von ...Bild 15 von 45 | Foto: Reuters... Bügeln für Sonnenblenden.Bild 16 von 45 Multimatic expandiert. Stronach eröffnet seine zweite Fabrik, "Diomatic".Bild 17 von 45 Es geht steil aufwärts. Im Jahr 1969 fusioniert die Firma mit der Magna Electronics Corporation Limited. Daraus entsteht schließlich Magna International Inc. - jener Konzern, den wir heute als Magna kennen.Bild 18 von 45 | Foto: REUTERS1980 kehrt der gebürtige Österreicher in seine Heimat zurück. Stronach ist inzwischen zum Multimillionär geworden.Bild 19 von 45 In Oberwaltersdorf bei Wien baut er nach Investitionen von 1,5 Milliarden Euro seine Zentrale "Magna Europe" auf (im Bild).Bild 20 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaHaupt-Firmensitz ist aber bis heute Aurora im kanadischen Ontario.Bild 21 von 45 | Foto: REUTERSMagna beschäftigt nach eigenen Angaben inzwischen rund 74.000 Angestellte in 247 Produktionsstätten. (Stand Juni 2009)Bild 22 von 45 | Foto: ASSOCIATED PRESSNach Denso und Bosch ist der Konzern der drittgrößte Automobil-Zulieferer weltweit, mit einem Umsatz von 24 Milliarden Euro im Jahr 2008.Bild 23 von 45 | Foto: ASSOCIATED PRESSSehr viele von uns sitzen tagtäglich in Fahrzeugen, die teilweise oder sogar komplett von dem österreichisch-kanadischen Konzern gebaut wurden.Bild 24 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaDas Unternehmen stellt alles her, was am und im Auto verbaut werden kann: ...Bild 25 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpa... unter anderem Spiegel, Sitze, ...Bild 26 von 45 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb... Karosserien, Elektronik ...Bild 27 von 45 ... Türen, ...Bild 28 von 45 ... Fahrwerke, ...Bild 29 von 45 ... Dachkonstruktionen ...Bild 30 von 45 ... und Gurtspanner.Bild 31 von 45 So wird zum Beispiel der Innenraum des Mini von Magna gebaut, ...Bild 32 von 45 ... wie auch die Dachkonstruktionen des Peugeot 308 CC ...Bild 33 von 45 ... und des Porsche Targa.Bild 34 von 45 Bei der Mercedes G-Klasse prangt zwar der Stern auf dem Kühlergrill, die Schwaben lassen dieses Modell allerdings seit der Markteinführung 1979 komplett von Magna in Graz fertigen.Bild 35 von 45 Der Münchner Autobauer BMW hat Magna mit der Produktion des Geländewagens X3 beauftragt.Bild 36 von 45 Chrysler lässt den 300C ...Bild 37 von 45 ... und Jeep den Commander vom Zulieferer bauen.Bild 38 von 45 | Foto: WieckMagna stellte auch schon eigene Prototypen vor, so zum Beispiel auf dem Genfer Automobilsalon 2009 das Elektroauto Mila EV. Doch bisher fährt noch kein Auto auf den Straßen, auf dem der Name des österreichisch-kanadischen Konzerns steht.Bild 39 von 45 Der Griff nach Opel war nicht der erste Versuch des Großkonzerns, direkt in die Automobilproduktion einzusteigen. Nach der Trennung von Daimler und Chrysler etwa meldete Gründer Stronach Interesse an Chrysler an – man wurde sich aber nicht einig. Nun ist auch der zweite Anlauf geplatzt.Bild 40 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaDie Übernahme von Opel hätte sich für Magna aber auch zum Problem entwickeln können.Bild 41 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaDenn bekanntlich kann man es ja nie allen recht machen. Und so kritisierten große Magna-Kunden wie VW und BMW den Einstieg ihres Zulieferers bei Opel vehement. Denn dadurch wäre Magna offiziell zum Konkurrenten augestiegen.Bild 42 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaDenn das "Zulieferunternehmen Magna" war bisher nur mit dem Bau einiger weniger Fahrzeuge beauftragt worden. Mit Opel hätte Magna aber eigene Modelle auf dem Markt gehabt.Bild 43 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaUnd die eigene Konkurrenz beauftragt man nur ungern damit, Autos mit den selbst entwickelten Technologien zu bauen. Das ist nachvollziehbar.Bild 44 von 45 | Foto: picture-alliance/ dpaUnd so ist Magna durch den GM-Beschluss vielleicht vor einer bösen Überraschung bewahrt worden. (Text: Fabian Maysenhölder)Bild 45 von 45 | Foto: picture-alliance / dpa
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