Panorama

"Nicht über sich hinausgewachsen" Bank lässt Angestellten den Po versohlen

Weil sie keine gute Arbeit abgeliefert haben, wird acht Mitarbeitern einer chinesischen Bank vor versammelter Mannschaft der Hintern mit einem Holzpaddel versohlt. Eine Demütigung, die nun auch für einige Manager ein Nachspiel hat.

Mehreren Angestellten einer chinesischen Bank ist nach schlechten Leistungen der Hintern mit einem Stock versohlt worden. Videoaufnahmen des Vorfalls, bei dem vier Männern und vier Frauen auf diese Weise bestraft wurden, verbreiteten sich wie ein Lauffeuer im Internet. Im chinesischen sozialen Netzwerk Weibo verurteilten Nutzer die Bestrafung als "krank" und "pervers".

Konkret geht es um acht Angestellte der Changzhi Zhangze Rural Commercial Bank. Im Clip werden sie vom verantwortlichen Trainer, Jiang Yang, nach dem Grund für ihr schlechtes Abschneiden während eines Motivations-Kurses gefragt. Es folgen Antworten wie "Ich habe mich nicht selbst übertreffen können". Dann fordert Yang die Mitarbeiter auf: "Macht Eure Hintern bereit." Offenbar mit einer Art Holzpaddel schlägt er schließlich auf die Angestellten ein.

Eine der Frauen versucht, ihren Po mit den Händen zu schützen, und wird aufgefordert, das sein zu lassen. Nach Medienberichten soll dieses Ritual nicht das einzige gewesen sein, das die unliebsamen Mitarbeiter über sich ergehen lassen mussten. Angeblich habe es zuvor bereits eine "Haare-Schneiden-Bestrafung" gegeben.

Manager der Bank suspendiert

Der Mann "muss krank sein", kommentierte ein Weibo-Nutzer die Aufnahmen. Ein anderer betonte, dass auch "Angestellte eine Würde" hätten. Ein weiterer Nutzer wies darauf hin, die Mitarbeiter seien "keine Sklaven wie in der fernen Vergangenheit". Yang selbst sieht in den Trainingsmethoden kein Problem. "Dieses Modell wende ich bereits seit Jahren an", ließ er sich zitieren. Auch habe sein Vorgehen bisher noch nie einen Kunden irritiert.

Örtliche Behördenvertreter forderten den Motivationstrainer einer Beratungsfirma aus Shanghai dennoch dazu auf, sich öffentlich "für sein unangemessenes Verhalten" zu entschuldigen. Die Zeitung "Beijing Times" berichtete derweil, mehrere hochrangige Vertreter der Bank, darunter der Chef der Kommunistischen Partei in dem Unternehmen, seien suspendiert worden. Sie hätten das Trainingsprogramm nicht ausreichend überwacht.

Quelle: ntv.de, jug/AFP