Panorama

Tödlicher Unfall in Norwegen Deutscher Soldat stirbt nach Nato-Übung

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Ein Soldat geht auf dem Feldlager der deutschen Bundeswehr "Camp Gardermoen" in Norwegen an Tankfahrzeugen vorbei.

(Foto: Mohssen Assanimoghaddam)

Beim Nato-Manöver in Norwegen proben rund 50.000 Soldaten aus mehr als 30 Staaten den Ernstfall. Auch die Bundeswehr ist mit mehreren Tausend Soldaten beteiligt. Nach dem Ende des Manövers kommt ein deutscher Soldat ums Leben.

Ein deutscher Soldat, der an einem Nato-Manöver in Norwegen teilgenommen hat, ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das berichten die norwegische Polizei und die Bundeswehr. Nach Polizeiangaben stand der Mann am Freitagabend auf einer Landstraße im Ort Haltdalen neben einem Militärfahrzeug, als er von einem zivilen PKW erfasst wurde. Er starb noch am Unfallort. Der Soldat gehörte zur 5. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232.

An der Feldphase der Nato-Übung "Trident Juncture" haben in den vergangenen zwei Wochen rund 50.000 Soldaten aus den 29 Nato-Staaten sowie den Partnerländern Finnland und Schweden teilgenommen. Das Nato-Manöver gilt als das größte seit Ende des Kalten Krieges. Die Bundeswehr war mit mehr als 8000 Soldaten in Norwegen vertreten und damit zweitgrößter Truppensteller nach den USA. Inklusive Unterstützungstruppen außerhalb Norwegens waren sogar rund 10.000 deutsche Soldaten beteiligt. Ziel des Manövers war es, ein Signal der Abschreckung an Russland zu senden und für den sogenannten Bündnisfall zu trainieren.

Die militärische Führung des Bündnisses bezeichnete das Nato-Manöver zuvor als vollen Erfolg. "Wir haben hier eine Menge gelernt", sagte der zuständige US-Admiral James G. Foggo am Mittwoch zum Ende der Übung in Norwegen. Glücklicherweise habe es auch keine Unfälle gegeben, bei denen Soldaten schwer verletzt worden seien, hieß es zu diesem Zeitpunkt noch.

Quelle: n-tv.de, lle/dpa

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