Panorama

LKW-Verbot und Betonhindernisse Kölner Karneval wird abgesichert

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Die Jecken und Narren können sich auf strenge Kontrollen und Polizei mit Maschienenpistolen gefasst machen.

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

In wenigen Tagen beginnen die Karnevals-Umzüge in Köln. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen der Sicherheits-Vorkehrungen auf Hochtouren. Aus Angst vor Anschlägen wie in Nizza oder Berlin will die Polizei mit Eingriffen nicht zögern.

Mit Betonsperren, Lkw-Fahrverboten und einem Großaufgebot an Einsatzkräften wollen Polizei und Stadt Köln beim Straßenkarneval für Sicherheit sorgen. "Bei drohenden Gefahren werden wir konsequent einschreiten", kündigte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies an.

Lastwagen dürfen am Karnevalssonntag und Rosenmontag nur mit Ausnahmegenehmigung in die Innenstadt fahren. "Fahrzeuge, die wir nicht richtig einschätzen können, werden schon weit außerhalb der eigentlichen Feierzonen kontrolliert."  An "neuralgischen Punkten" würden mit Hilfe von Betonhindernissen oder Polizeifahrzeugen Sperren errichtet. An den Kontrollpunkten seien auch Polizisten mit Maschinenpistolen im Einsatz. So sollen Anschläge wie in Berlin und Nizza verhindert werden, wo Terroristen mit Lastwagen in Menschenmengen gefahren waren.

Wie schon im Vorjahr stocken Polizei, Ordnungsamt und Verkehrsbetriebe ihr Personal von Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag wieder deutlich auf. Die Bundespolizei will verdächtige Personen schon bei der Anreise in Zügen kontrollieren. Mathies appellierte an alle Feiernden, verdächtige Beobachtungen sofort zu melden.

Bei ihren Kostümen sollten Karnevalisten auf täuschend echt aussehende Spielzeugwaffen verzichten. "Niemand soll aus Angst auf seine Teilnahme am Straßenkarneval verzichten müssen", sagte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Quelle: n-tv.de, vni/dpa