Panorama

57 Deutsche von Bord kehren heim Kreuzfahrt-Mitreisende hat doch Coronavirus

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Tagelang harren 2300 Passagiere an Bord der "Westerdam" aus - unter ihnen auch 57 Deutsche.

(Foto: imago images/Xinhua)

Tagelang irrt die "Westerdam" umher, wegen der Angst vor dem Coronavirus darf sie nirgends anlegen. Nach negativen Tests gehen Hunderte schließlich von Bord. 57 Deutsche kehren nach Frankfurt zurück. Nun stellt sich nachträglich heraus: Eine mitreisende US-Amerikanerin ist doch infiziert.

Infolge der nachträglich festgestellten Coronavirus-Infektion bei einer von Bord gegangenen Reisenden des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" sind nach Angaben der Reederei bei den weiteren Passagieren und der Besatzung bislang keine weiteren Fälle von Coronavirus-Symptomen aufgetreten. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line mit. Bei Passagieren der "Westerdam", die in Kambodscha an Land gegangen waren, war am Wochenende überraschend eine Infektion festgestellt worden.

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Eine 83-jährige Amerikanerin war bei ihrer Weiterreise über Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus in Kuala Lumpur gebracht worden, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitgeteilt hatte. Die Amerikanerin sei eine von 145 Passagieren gewesen, die über Malaysia nach Hause fliegen wollten. Bei der Ankunft seien bei der Frau und bei ihrem Ehemann Symptome des neuen Virus festgestellt worden, weshalb sie ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Die 83-jährige werde jetzt auf der Isolierstation behandelt. Der 85-jährige Ehemann, bei dem die Tests negativ ausgefallen waren, werde im Krankenhaus überwacht.

Unter den Gästen der "Westerdam" waren laut Reederei 57 Deutsche. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind einige noch an Bord in Sihanoukville, während andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die Gäste an Bord des Schiffs sollen auf das Virus getestet werden.

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Die "Westerdam" hatte eine Odyssee durch asiatische Gewässer hinter sich gebracht, da mehrere Länder aus Sorge vor dem Coronavirus dem Schiff das Anlegen untersagt hatten. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu. Am Donnerstagabend hatte das aus Hongkong kommende Schiff in Sihanoukville angelegt. Zuvor hatte es wegen der Angst vor einer Einschleppung des Virus Sars-CoV-2 mehrere asiatische Häfen in Thailand, Taiwan, Japan, Guam und auf den Philippinen nicht anlaufen dürfen.

Die 1455 Gäste und 802 Besatzungsmitglieder der "Westerdam" konnten nach dem Anlegen nicht sofort von Bord gehen, sondern wurden zunächst medizinisch untersucht. 20 getestete Verdachtsfälle bestätigten sich allerdings nicht. Alle Ergebnisse seien negativ ausgefallen, teilte die Reederei mit. Am Freitag durften schließlich die ersten Menschen das Kreuzfahrtschiff verlassen.

Quelle: ntv.de, mra/dpa/AFP