Panorama

Mächtige Flut-Bilder Merkel reicht Dreyer die Hand

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Bei ihrem gemeinsamen Besuch im Kreis Ahrweiler stützte Merkel Dreyer beim Laufen.

(Foto: picture alliance/dpa/POOL AFP)

Während Kanzlerkandidat Laschet mit seinem Lachen im Hochwassergebiet für Empörung sorgt, erwärmt die scheidende Kanzlerin die Herzen. Merkel stützt Ministerpräsidentin Dreyer - und sagt damit mehr als mit Worten.

Überflutete Häuser, fliehende Bewohner, verzweifelte Retter. Doch das Hochwasser in Deutschland hinterlässt nicht nur Bilder der Zerstörung, sondern auch der Hoffnung und gegenseitigen Unterstützung. Menschen, die verschont blieben, helfen den Opfern - und Kanzlerin Angela Merkel stützt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Bei ihrem gemeinsamen Besuch des verwüsteten Dorfes Schuld im Kreis Ahrweiler griff Merkel nach Dreyers Hand und half ihr beim Weiterlaufen. Die Ministerpräsidentin leidet an der chronischen Krankheit Multiple Sklerose, deshalb ist nach eigener Aussage ihre Mobilität eingeschränkt. Zuweilen nutzt sie auch einen Rollstuhl oder ein Elektromobil.

In den sozialen Medien freuen sich Nutzer, dass die Parteizugehörigkeit dabei offenbar keine Rolle spielte. CDU-Politikerin Merkel reichte der Sozialdemokratin Dreyer die Hand. "Versucht mal, euch das in den USA vorzustellen", schrieb ein User bei Twitter. Auch Finanzminister Olaf Scholz hatte Dreyer in den vergangenen Tagen gestützt, er ist ihr Parteifreund.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von der CSU legte am Sonntag einer verzweifelt weinenden Frau im Berchtesgadener Land tröstend die Hand auf die Schulter. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hingegen hatte einen ganz anderen Eindruck erzeugt, als er im Hintergrund über etwas lachte, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Erftstadt seine Betroffenheit zum Ausdruck brachte. Später entschuldigte sich Laschet für sein Verhalten, das große Empörung ausgelöst hatte.

Schon zuvor hatte die Flutkatastrophe auch den Wahlkampf erreicht. Über die Parteigrenzen hinweg fordern inzwischen Politiker mehr Anstrengungen beim Katastrophen-, aber auch beim Klimaschutz.

Quelle: ntv.de, chl

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