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Ab heute wird auf digitalen Infotafeln das offizielle Suchplakat von Elias zu sehen sein.
Ab heute wird auf digitalen Infotafeln das offizielle Suchplakat von Elias zu sehen sein.(Foto: dpa)
Montag, 13. Juli 2015

Keine Spur von Sechsjährigem: Polizei startet neue Suchaktion nach Elias

Akribisch fahnden Polizei und freiwillige Helfer nach dem vermissten sechsjährigen Elias aus Potsdam. Dennoch fehlt es an einer heißen Spur. Neue Hinweise erhoffen sich die Beamten nun durch eine Suchkampagne - zudem wird nach vier Kindern gesucht.

Seit Tagen suchen Polizei und freiwillige Helfer in Potsdam nach dem vermissten sechsjährigen Elias - nun sollen auch möglichst viele Menschen im nahen Berlin erreicht werden. Die Initiative Vermisste Kinder will nun die offiziellen Suchplakate der brandenburgischen Polizei auf Infoscreens in der Hauptstadt schalten, wie sie mitteilte.

Auf den digitalen Infotafeln werde das offizielle Suchplakat abgebildet sein, mit Foto, Beschreibung des Jungen sowie den offiziellen Kontaktdaten der Polizei Potsdam, mit der die Initiative zusammenarbeitet. Eine ähnliche Aktion gab es bereits für die seit Anfang Mai vermisste fünfjährige Inga aus Sachsen-Anhalt.

Elias war am vergangenen Mittwoch verschwunden. Der Erstklässler soll zuletzt auf einem Spielplatz direkt bei der Wohnung seiner Mutter im Potsdamer Stadtteil Schlaatz gewesen sein. Nach wie vor ist völlig unklar, wo sich der Junge befindet und ob er möglicherweise Opfer eines Verbrechens oder eines Unfalls wurde.

Kinder könnten neue Hinweise geben

Am Montag waren noch einmal Spürhunde am Fluss Nuthe im Einsatz, Taucher suchten den Aradosee ab, wie ein Polizeisprecher sagte. Polizisten waren unterwegs, um mit den Anwohnern in Schlaatz und Umgebung zu sprechen, die bisher nicht erreicht worden waren. "Wir wollen sagen können, wir haben 100 Prozent befragt", sagte der Sprecher.

Freiwillige Helfer durchkämmen ein angrenzendes Waldgebiet.
Freiwillige Helfer durchkämmen ein angrenzendes Waldgebiet.(Foto: dpa)

Deshalb sucht die Polizei jetzt nach vier Kindern, die vielleicht Hinweise zu dem Jungen geben könnten. Die vier Kinder im Alter von etwa zehn bis zwölf Jahren sollen auf einem anderen Spielplatz neben dem Spielplatz gespielt haben, auf dem Elias zum letzten Mal gesehen wurde, wie die Polizei mitteilte. Die Behörde bat die Jungen beziehungsweise deren Eltern, sich bei der Polizei melden. Sie seien wichtige Zeugen. 

Mehr als 300 Hinweise gingen mittlerweile ein. Sie würden alle geprüft. Die Auswertung eines Großteils von Videoaufnahmen aus Überwachungskameras aus Bussen, Bahnen, Supermärkten und Tankstellen hatte zuvor kein Ergebnis gebracht.

Freiwillige Helfer sind unermüdlich im Einsatz

Suchzettel hängen mittlerweile auch in Berlin, etwa rings um das Brandenburger Tor. Auch am Montag waren immer wieder Gruppen von Freiwilligen im Einsatz, um den kleinen Elias zu suchen. Ihre Zahl hat sich jedoch in der neuen Arbeitswoche nach Angaben der Organisatoren ausgedünnt.

"Wir brauchen mehr Helfer", sagte Gaby Franz, Einsatzleiterin des Freiwilligen Stützpunktes am Bürgerhaus im Stadtteil Schlaatz. Denn die Helfer wollen nicht nachlassen: "Wir wissen, dass wir morgen wieder antreten", betonte sie.

In Berlin sollen die offiziellen Suchplakate bis Freitag auf insgesamt 17 Infotafeln zu sehen sein. Über eine mögliche Verlängerung der Aktion wird nach Angaben der Initiative Vermisste Kinder kurzfristig entschieden. Bislang solle sie auf Berlin beschränkt sein.

Im Fall von Inga wurde in 19 Großstädten auf Infotafeln über die Vermisste informiert und um Hinweise gebeten. Die Initiative bietet Unterstützung an - sowohl den Familien, als auch den Ermittlern.

Quelle: n-tv.de