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Server "verschwunden" Radioaktive Strahlung in Tschernobyl nicht prüfbar

Selbst zwei Wochen nach Abzug der Russen, ist das Überwachungssystem in Tschernobyl nicht funktionstüchtig.

Selbst zwei Wochen nach Abzug der Russen ist das Überwachungssystem in Tschernobyl nicht funktionstüchtig.

(Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire)

Wie verhält es sich mit der radioaktiven Strahlung im Gebiet um die Atomruine? Die zuständigen Behörden können dazu keine Antworten liefern. Dabei hapert es an mehreren Stellen. So seien die Server, die alle Informationen über die Strahlung verarbeiten, nicht mehr auffindbar.

Die ukrainischen Behörden sind nach eigenen Angaben weiterhin nicht in der Lage, die Überwachung der radioaktiven Strahlung im Sperrgebiet um die Atomruine Tschernobyl wiederherzustellen. Zwei Wochen nach dem Abzug der russischen Besatzungstruppen funktioniere das Überwachungssystem immer noch nicht, sagte der Chef der für die Sperrzone zuständigen Behörde, Jewgen Kramarenko, heute auf einer Videokonferenz.

Als Grund nannte er, dass die Server, die alle Informationen über die Strahlung verarbeitet hätten, "verschwunden" seien und die Stromversorgung nicht sicher wäre, sagte Kramarenko. Zudem hätten die Teams der Anlage noch keine Erlaubnis des Militärs, die verschiedenen Strahlungskontrollpunkte aufzusuchen. Deshalb sei es derzeit nicht möglich, den durch die Besatzung entstandenen Schaden einzuschätzen.

Zuvor erklärte die Verwaltung der Sperrzone, dass 133 hoch radioaktive Substanzen entwendet worden sein. Selbst ein kleiner Teil davon sei tödlich, "wenn er unprofessionell gehandhabt wird".

Radioaktive Verstrahlung der Russen "sehr bald" zu spüren

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Die russischen Streitkräfte hatten am 24. Februar, dem ersten Tag ihres Angriffs auf die Ukraine, die Kontrolle über die Atomruine von Tschernobyl übernommen. Ende März zogen sie sich von dem Gelände wieder zurück. Nach Angaben Kramarenkos waren etwa tausend russische Soldaten mit 50 gepanzerten Fahrzeugen mehrere Wochen lang in Tschernobyl im Einsatz. Viele von ihnen seien in der Zeit großen Mengen an radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen, deren Auswirkungen sie "sehr bald" zu spüren bekommen würden, sagte er.

Im Atomkraftwerk Tschernobyl hatte sich 1986 das schlimmste Atomunglück der Geschichte ereignet. Das Kraftwerk ist seither stillgelegt, ein riesiger Schutzmantel soll den Austritt von Radioaktivität verhindern. Unter der Kontrolle der russischen Truppen war die Stromversorgung der Anlage aber mehrfach unterbrochen.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP

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