Panorama

Tote der Potsdamer Bluttat Staatsanwaltschaft nennt Details zu Opfern

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Bislang ist völlig unklar, warum die mutmaßliche Täterin vier Menschen getötet hat.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Zwei Tage nach dem Blutbad in einer Potsdamer Behinderteneinrichtung werden weitere Details über die Opfer bekannt. Laut Staatsanwaltschaft waren die zwei Frauen und zwei Männer zwischen 31 und 56 Jahre alt. Eine 43-jährige Frau wurde zudem schwer verletzt. Die mutmaßliche Täterin schweigt bislang.

Nach dem vierfachen Tötungsdelikt in einer Potsdamer Behinderteneinrichtung haben die Ermittler erste Einzelheiten zu den Opfern bekanntgegeben. Bei den Getöteten handelte es sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 31 und 56 Jahren, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in der brandenburgischen Hauptstadt sagte. Bei dem schwerverletzten Opfer handelte es sich demnach um eine 43-jährige Frau. Sie ist nach einer Notoperation auf dem Weg der Besserung. Eine 51-jährige Tatverdächtige soll am Mittwochabend vier Bewohner des Thusnelda-von-Saldern-Hauses vorsätzlich getötet und eine weitere Bewohnerin schwer verletzt haben.

In dem Heim der diakonischen Einrichtung Oberlinhaus werden Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen betreut. Die Opfer wurden in verschiedenen Zimmern gefunden, die Ermittler sprachen von schwerer äußerer Gewalteinwirkung. Medienberichten zufolge sollen die Taten mit einem Messer begangen worden sein. Die getöteten Bewohner wiesen schwere Schnittverletzungen an der Kehle auf. Zu den Ergebnissen der Obduktionen äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht. Die Verdächtige wurde am Donnerstag auf richterlichen Beschluss vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

Der Staatsanwaltschaft zufolge gibt es bei ihr Hinweise auf eine psychische Erkrankung. Wie der Sprecher der Behörde weiter sagte, machte die Beschuldigte bisher keine Angaben zur Tat. Gutachter sollen nun die Frage klären, ob die Schuldfähigkeit der Frau eingeschränkt oder gar aufgehoben ist. Dies entspreche dem üblichen Vorgehen. Zum Tathergang machte der Sprecher der Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen weiterhin keine Angaben. Die Ermittlungen liefen aber unter Hochdruck weiter. Unter anderem sollten Zeugen befragt werden.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP/dpa

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