Panorama

An Nachbarn verkauft Südafrika trennt sich von Astrazeneca-Dosen

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Südafrika verimpft das Astrazeneca-Vakzin nicht.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Südafrika hat zwar kräftig Impfstoff gekauft, benutzt ihn aber nicht. Laut einer Studie soll das Astrazeneca-Vakzin nur bedingt vor der dort vorherrschenden Corona-Variante schützen, deshalb wird es nun an die Nachbarstaaten verkauft.

Das von der Corona-Pandemie schwer getroffene Südafrika hat seinen Vorrat von einer Million Dosen des Astrazeneca-Coronaimpfstoffs an seine Nachbarn verkauft. Die Einheiten sollten an 14 andere afrikanische Staaten gehen, erklärte Gesundheitsminister Zweli Mkhize. Sein Ministerium habe in den vergangenen Wochen sichergestellt, dass die von der Afrikanischen Union (AU) vorgeschlagenen Käuferstaaten zur Organisation einer Impfkampagne imstande seien. Das Geld für den Kauf des Vakzins sei bereits gezahlt worden.

Südafrika verzichtet auf den Einsatz seiner Astrazeneca-Dosen und verschob Anfang Februar seine Impfkampagne mit dem Vakzin. Die Regierung verwies darauf, dass es laut einer Studie nur einen begrenzten Schutz gegen die in Südafrika grassierende Virusvariante biete. Statt Astrazeneca soll in dem Land nun mit den Vakzinen von Johnson & Johnson sowie Biontech/Pfizer geimpft werden.

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Wegen der ansteckenderen Virusvariante hatte die deutsche Bundesregierung den Kap-Staat Anfang Februar als Corona-Risikogebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft. Allerdings sind die Zahlen in Südafrika mittlerweile so stark gesunken, dass dort seit dem 1. März die niedrigste Stufe des fünfgliedrigen Corona-Alarmsystems herrscht.

In dem zahlenmäßig am stärksten betroffenen afrikanischen Land wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 1,5 Millionen Infektionen registriert, mehr als 52.000 Menschen starben an den Folgen. Afrika stellt insgesamt 3,5 Prozent der weltweit entdeckten Corona-Ansteckungen. An den Folgen einer Covid-19-Infektion starben auf dem gesamten Kontinent nach den offiziellen Zahlen bisher rund 107 000 Menschen.

Quelle: ntv.de, ses/AFP/dpa

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