Politik

Bericht über erste Einigungen Ausgangssperre und "Homeoffice-Pflicht light" sollen kommen

Früher als zunächst geplant beraten Kanzlerin Merkel und die Länderchefs über weitere Verschärfungen des geltenden Lockdowns. In Vorgesprächen kommt es laut einem Medienbericht schon zu ersten Einigungen.

In Vorgesprächen zum Bund-Länder-Gipfel zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie gibt es laut "Business Insider" erste Ergebnisse. Demnach gibt es grundsätzliche Zustimmung der Länder zum Vorstoß des Kanzleramts, eine bundesweite nächtliche Ausgangssperre einzuführen. Offen sei jedoch noch, von wann bis wann eine solche Ausgangssperre gelten und ob sie erst ab einer bestimmten Inzidenz in Kraft treten solle, berichtete das Magazin unter Berufung auf Angaben aus Regierungskreisen.

Zudem sei eine Verschärfung der Maskenpflicht im Gespräch. Möglich wäre, dass künftig im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen nur noch die qualitativ hochwertigeren FFP2-Masken getragen werden dürfen. In der Diskussion sei demnach aber auch, die Pflicht auf einfachere OP-Masken zu beschränken. Sogenannte Community-Masken aus Stoff wären dann nicht mehr zulässig.

Als dritten Punkt wollen Bund und Länder Betriebe und Verwaltungen mit einer "Homeoffice-Pflicht light" zu mehr Heimarbeit bewegen. Dem Bericht zufolge soll, wo dies möglich ist, Homeoffice angeboten werden müssen. Dazu solle das Bundesarbeitsministerium eine entsprechende Anordnung treffen. Ob und welche Konsequenzen drohen sollen, falls Betriebe dem nicht nachkommen und wer die Vorgaben überprüft, sei noch offen.

Vom Tisch sei eine zwischenzeitlich diskutierte Reduzierung des Bus- und Bahnverkehrs. Schulen und Kitas sollen dem Bericht zufolge vorerst weitgehend geschlossen bleiben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Dienstag erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Am Montagnachmittag soll es zuvor Beratungen auf der Ebene der Staats- und Senatskanzleien geben. Am Abend steht eine Expertenanhörung an.

Quelle: ntv.de, jog/AFP