Politik

Umfragehoch nach Parteitag Clinton überholt Trump wieder

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Winken für die Wähler: Die perfekt inszenierten Parteitage sorgen meist für Umfragehochs bei den Kandidaten - wie hier bei Clinton.

(Foto: imago/UPI Photo)

In den USA ist von einem "post-convention bump" die Rede, wenn Präsidentschaftskandidaten nach ihren offiziellen Nominierungen ein Umfragehoch erleben. Auch Hillary Clinton bekommt wieder mehr Zuspruch - und überholt Donald Trump.

Nach dem Nominierungsparteitag der US-Demokraten hat deren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in einer Umfrage einen deutlichen Sprung gemacht und ihren republikanischen Rivalen Donald Trump wieder überholt. Bei einer Befragung für den Fernsehsender CBS wollten 46 Prozent bei der Präsidentschaftswahl im November für Clinton stimmen. Trump kam auf 39 Prozent. Clinton legte damit vier Prozentpunkte hinzu.

Clinton war auf dem Parteitag in Philadelphia in der vergangenen Woche offiziell zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten ernannt worden. Das Parteitreffen hatte viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil etwa auch Clinton Mann Bill, der ehemalige USPräsident, sowie der amtierende Präsident Barack Obama aufgetreten waren. Auch Clintons Rivale Bernie Sanders erhielt viel Applaus für seine Rede.

Mit Trump hatte sich Clinton zuvor lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen in den Umfragen geliefert. Nach dem Parteitag der Republikaner, der kurz vor dem der Demokraten stattfand, war Trump dann in den Umfragen vorübergehend sogar an Clinton vorbeigezogen. Beide Kandidaten profitierten davon, dass die Medien während der jeweiligen Parteitage viel über sie berichteten. Ein Umfragehoch nach den jeweiligen Parteitagen ist allerdings nicht ungewöhnlich. Experten sprechen von einem "convention bump".

Die kontrovers aufgenommene Reaktion Trumps auf die Rede eines muslimisches Paares über ihren im Irak-Krieg gefallenen Sohn, den sie auf dem Parteitag der Demokraten hielten, dürfte noch nicht in die aktuelle Umfrage eingeflossen sein. Trump war für seine Reaktion nicht nur von politischen Gegnern, sondern auch von Anhängern kritisiert worden.

Quelle: n-tv.de, mli/AFP