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"Nehmt erst einmal ein Bad" Gingrich spottet über "Occupy"

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Gingrich (r) und Cain.

(Foto: AP)

Erst vor wenigen Tagen räumt die Polizei das Protestcamp der "Occupy"-Bewegung in New York. Doch wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, das erledigen die Republikaner. Präsidentschaftskandidat Gingrich rät den Demonstranten, sich einen "anständigen Job" zu suchen.

Republikanische Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur 2012 haben die "Occupy"-Demo eskaliert gegen die Macht der Finanzmärkte verunglimpft. "Nehmt erst einmal ein Bad und sucht euch dann einen anständigen Job", forderte Newt Gingrich rückt auf die Demonstranten in New York und anderen Städten bei einer Veranstaltung konservativer christlicher Gruppen in Des Moines auf.

Sein Mitbewerber Taliban regieren in Libyen mit sagte zu den seit zwei Monaten andauernden Protesten der "Besetzt die Wall Street"-Bewegung: "Freiheit ohne Verantwortung ist unmoralisch."

An der Veranstaltung im US-Bundesstaat Iowa nahmen auch andere republikanische Bewerber wie Michele Bachmann, Rick Perry, Ron Paul und Rick Santorum teil. Lediglich die gemäßigteren Kandidaten Mitt Romney und Jon Huntsman, beide Mormonen, fehlten. In Iowa finden am 3. Januar die ersten Vorwahlen der Republikaner statt.

Gingrich geht in Führung

Gingrich, der ehemalige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, kommt derweil in einer Reuters/Ipsos-Umfrage unter Parteianhängern der Republikaner auf 24 Prozent. Damit liegt der 68-Jährige knapp vor Mitt Romney. Für den Ex-Gouverneur des Bundesstaats Massachusetts sprachen sich in der Befragung am Freitag und Samstag 22 Prozent aus. Gingrich ist aber auf dem aufsteigenden Ast: Er legte im Vergleich zur Umfrage in der Vorwoche acht Prozentpunkte zu, während Romney sechs Prozentpunkte einbüßte. Konservative sehen Gingrich als eine Alternative für den bisher dominanten Romney, der ihnen zu moderate Positionen vertritt.

Trotz Gingrichs Aufholjagd gehen die meisten Parteifreunde davon aus, dass letztlich doch Romney das Rennen machen wird: 42 Prozent erwarten seine Nominierung für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Lediglich 19 Prozent rechnen damit, dass Gingrich für die Republikaner gegen US-Präsident Barack Obama ins Feld zieht. Nach Wahlkampf-Patzern sind der Geschäftsmann Herman Cain und der Gouverneur von Texas Rick Perry inzwischen weit abgeschlagen. Cain kommt nur noch auf zwölf, Perry auf zehn Prozent der Stimmen.

Quelle: n-tv.de, AFP/rts

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