Politik

Gewaltbereite Fans in Sachsen Jeder fünfte Hooligan ist Rechtsextremist

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Legida-Demo in Leipzig: Viele Hooligans marschierten bei der islamfeindlichen Bewegung mit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jeder fünfte Hooligan in Sachsen ist nach Einschätzung der Staatsregierung ein Rechtsextremist. Das geht aus einer Antwort von Innenminister Markus Ulbig auf eine Anfrage der Linken hervor. Insgesamt geht Ulbig von etwa 160 Rechtsextremisten in der gewaltbereiten Fanszene in Sachsen aus.

"Aus dem Fanumfeld des Fußballvereins 1. FC Lokomotive Leipzig wird die Gruppierung "Scenario Lok" als rechtsextremistisch eingestuft", schrieb der Minister. Der Gruppe, die im Oktober ihre Auflösung bekanntgegeben habe, seien etwa 70 Mitglieder zugerechnet worden, darunter bekannte Rechtsextremisten, "die dem Umfeld der NPD/JN oder der örtlichen neonationalsozialistischen Strukturen entstammen".

Die rechtsextreme Dynamo-Fangruppe "Faust des Ostens" in Dresden hat nach Angaben Ulbigs derzeit etwa 40 Mitglieder. Im Umfeld des Chemnitzer FC gibt es mit der "New Society" und "Kaotic Chemnitz" demnach zwei rechtsextreme Fangruppen mit zusammen etwa 50 Mitgliedern. Bei der "New Society" habe es Verbindungen und zum Teil auch personelle Überschneidungen mit den im vergangenen Jahr verbotenen Neonazi-Gruppe "Nationale Sozialisten Chemnitz" gegeben. Auch unter den "Legida"-Demonstranten in Leipzig waren nach Angaben von Experten zahlreiche Hooligans.

Quelle: n-tv.de, fma/dpa

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