Politik

Harte Gangart signalisiert Kudlow zieht im Handelsstreit die Zügel an

In wenigen Tagen will US-Präsident Trump Zeitpunkt und Umfang seiner Strafzölle bekannt geben. Sein designierter Wirtschaftsberater schießt sich zuvor auf die EU und China ein. Und hofft auf eine breite Allianz.

Der künftige Top-Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump signalisiert in Handelsfragen eine harte Gangart mit der EU und China. Die Europäische Union verfolge eine "sehr schlechte protektionistische Politik", sagte der konservative TV-Kommentator und Wirtschaftsanalyst Larry Kudlow dem Sender CNBC. Und: "China hat seit Langem nicht nach den Regeln gespielt ... Ich muss sagen, als jemand, der eigentlich keine Zölle mag, denke ich doch, dass China eine harte Antwort verdient hat." Er hoffe, dass sich mehrere Länder zusammentäten, um gegen China beim Thema Handel vorzugehen.

Zuvor hatte das Weiße Haus erklärte, Kudlow habe ein Angebot des US-Präsidenten akzeptiert. Der 70-Jährige wird Nachfolger von Gary Cohn, der das Weiße Haus auf eigenen Wunsch verlässt. Kudlow selbst geht nach eigenem Bekunden davon aus, dass die Entscheidung am heutigen Donnerstag offiziell bekannt gegeben wird. Eine Bestätigung des Senats für die Ernennung ist nicht notwendig.

Trump hatte vergangene Woche Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt, die in Kürze in Kraft treten sollen. Zugleich kündigte er aber an, dass einzelnen Ländern unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen eingeräumt würden. Kudlow hatte die Zoll-Entscheidung erst vor Kurzem deutlich kritisiert. Jetzt sagte er CNBC, er sei erleichtert, dass Ausnahmen gemacht würden. Er fügte hinzu, dass die Zölle der breiteren US-Wirtschaft seiner Meinung nach nicht schaden würden. Wichtig sei dagegen ein starker und stabiler Dollar.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/dpa

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