Politik

Krieg in Syrien Seehofer will mit Putin sprechen

Russland kämpft in Syrien an der Seite von Machthaber Assad. Bayerns Ministerpräsident Seehofer möchte die Zusammenarbeit mit Kreml-Chef Putin daher intensivieren.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer will das Gespräch mit Russlands Präsident Wladimir Putin suchen. "Bayern will den Kontakt mit Moskau bald wieder intensivieren", sagte der CSU-Chef in der "Welt am Sonntag".

Der Syrienkrieg könne ohne Russland nicht gelöst werden. "Wenn die Luftangriffe auf den IS nun vielleicht zwischen den Mächten abgestimmt werden, dann ist das für mich ein erstes Zeichen der Hoffnung", sagte Seehofer. Einen deutschen Militäreinsatz schloss er allerdings aus. "Eine militärische Option für uns sehe ich jedenfalls nicht." Der CSU-Parteivorstand hat sich schon im September über eine engere Zusammenarbeit mit Putin und eine Kooperation mit Russland beraten.

Russland unterstützt Syriens Machthaber Baschar al-Assad seit kurzem militärisch. Auch an diesem Wochenende flog die russische Luftwaffe erneut Dutzende Angriffe. Binnen 24 Stunden seien bei 64 Einsätzen 55 Ziele getroffen worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau. Wie in den Tagen zuvor rechnete er alle beschossenen Kommandostellen, Munitions- und Feldlager der Terrormiliz Islamischer Staat zu. Russland flog zuletzt jedoch auch Luftangriffe auf Gebiete, die unter Kontrolle von syrischen Rebellen stehen.

Seehofer will nicht nur stärker mit Russland kooperieren, er fordert auch, die Türkei in der Flüchtlingskrise stärker zu unterstützen. Die von der Europäischen Union bisher zugesagte eine Milliarde Euro für die Flüchtlingslager in der Türkei, dem Libanon und Jordanien sei "viel zu wenig".

Quelle: n-tv.de, cro

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