Politik

Millionen Stimmen sind gewandert Union verliert Wähler an SPD

258234878.jpg

Enttäuschung bei CDU-Mitgliedern: Millionen Stimmen gehen diesmal an andere Parteien.

(Foto: picture alliance/dpa)

Millionen Wählerinnen und Wähler entscheiden sich bei der Bundestagswahl 2021 für eine andere Partei als noch 2017. Bei der Wählerwanderung muss vor allem die Union Verluste hinnehmen - 1,4 Millionen Menschen wechseln zur SPD. Besonders eine Altersgruppe kehrte der Union den Rücken zu.

Die Union hat fast 1,4 Millionen Stimmen von Wählerinnen und Wählern an die SPD verloren. Laut dem Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap für die ARD entschieden sich 1,36 Millionen ehemalige CDU/CSU-Wählerinnen und -Wähler bei der Bundestagswahl für die Sozialdemokraten; darunter vor allem ältere Menschen und Frauen. Außerdem habe die Union 900.000 Stimmen an die Grünen und 340.000 Stimmen an die FDP verloren. Die Grünen gewannen demnach neben den ehemaligen Unions-Wählern auch 470.000 Stimmen von der Linken und 320.000 Stimmen von der SPD dazu.

Während der Stimmengewinn für die SPD hauptsächlich von ehemaligen Unionswählern kam, entschieden sich den vorläufigen Zahlen zufolge auch 590.000 Linke-Wähler für die Sozialdemokraten.

Laut einer Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF konnte die SPD diesmal besonders bei über 60-jährigen Wählerinnen und Wählern punkten. Demnach waren 35 Prozent derjenigen, die in diesem Jahr ihre Stimme für die Sozialdemokraten abgaben, 60 Jahre alt oder älter. In dieser Altersgruppe entspreche das einem Zuwachs um elf Prozent im Vergleich zur letzten Bundestagswahl im Jahr 2017.

*Datenschutz

Leichte Verluste machte die SPD der Wahltagsbefragung zufolge bei den jungen Wählerinnen und Wählern. In der Altersgruppe der unter 30-Jährigen zeigte die Hochrechnung einen Rückgang um zwei Prozent. In der Gruppe der 30- bis 44-Jährigen und der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen konnte die SPD demnach drei beziehungsweise sechs Prozent mehr Wahlberechtigte für sich gewinnen.

Die Union verlor der Forschungsgruppe Wahlen zufolge in allen Altersklassen, vor allem aber in der Gruppe der unter 30-Jährigen. Bei den jungen Wählerinnen und Wählern entschieden sich demnach 13 Prozent weniger als zuvor für CDU oder CSU.

Quelle: ntv.de, law/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.