Politik

Stern-RTL-Wahltrend Wähler hadern mit Kompetenz der Regierung

RTX1ILDP.jpg

Erfolgreiche Krisenmanager? Vielleicht in Griechenland. Wenn es um die Probleme in Deutschland geht aus Sicht der Wähler zuletzt wohl nicht so sehr: Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble.

(Foto: REUTERS)

Wer wird mit den Problemen in Deutschland am besten fertig? Immer weniger Deutsche glauben, dass es die Regierungsparteien sind. An ihrem Wahlverhalten ändert das allerdings nichts.

Die Kanzlerin tingelt von EU-Gipfel zu EU-Gipfel. Der Finanzminister beschäftigt sich scheinbar nur noch mit Griechenland. Außen- und Wirtschaftsminister sind wegen der Krise Hellas im diplomatischen Dauereinsatz. Bleibt da eigentlich noch Zeit, sich um die Probleme in Deutschland zu kümmern?

Vielleicht ist genau diese Frage einer der Gründe dafür, dass die Deutschen mit der politischen Kompetenz der Großen Koalition hadern. Auf die Frage, wer mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, antworten im Stern-RTL-Wahltrend nur noch 32 Prozent der Befragten mit CDU und CSU. In der Vorwoche waren es noch 34 Prozent. Auch bei den Sozialdemokraten sinkt der Wert - von 10 auf 9 Prozent. So schlecht schnitt die SPD in diesem Jahr noch nie ab. Die Mehrheit der Deutschen ist laut dem Meinungsforschungsinstitut davon überzeugt, dass keine Partei wirklich den Herausforderungen in der Bundesrepublik gewachsen ist - der höchste Wert seit mehr als einem Monat.

Veränderungen gibt es nur bei der FDP

Die Zustimmung zur Opposition und zu den Parteien, die es nicht in das Parlament geschafft haben, liegt bei der Frage der politischen Kompetenz bei 8 Prozent, immerhin ein Punkt mehr als in der Vorwoche.

Auf die Sonntagsfrage wirkt sich dieser Trend allerdings nicht aus. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich weiterhin 42 Prozent der Deutschen für die Union entscheiden. Unverändert auch die Zustimmung zur SPD mit 23 Prozent. Linke und Grüne kommen wie in der Vorwoche auf 10 und 11 Prozent.

Wenig tut sich auch bei der außerparlamentarischen Opposition. Die AfD verharrt seit nunmehr einem Monat bei 4 Prozent. Die FDP verliert einen Punkt. Für die Liberalen würden sich jetzt ebenfalls nur noch 4 Prozent der Wähler entscheiden.

Die Daten für die Umfrage wurden zwischen dem 6. und dem 10. Juli erhoben. Befragt wurden mehr als 2500 Personen.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, ieh