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Rendite von 5,6 bis 8,0 Prozent Bei Solarstrom geht wieder was

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Mit neuen Anlagen ist die Produktion von Solarstrom wieder rentabel.

(Foto: picture alliance / Friso Gentsch)

Strom mit der Kraft der Sonne selbst zu erzeugen, klingt nach einer ziemlich guten und sauberen Idee. In den letzten Jahren wurden die Förderungen allerdings zurückgefahren. Gesunkene Preise bei den Anlagen machen Solarstrom aber wieder rentabel, wie Finanztest weiß.

Wer via Photovoltaikanlage sein eigener Energieversorger ist und die Kraft der Sonne zur Stromproduktion nutzt, tut nicht nur etwas für die eigene Öko-Bilanz, sondern kann damit auch Geld sparen. Denn wer seinen nichtverbrauchten Solarstrom ins Netz einspeist, erhält eine sogenannte Einspeisevergütung vom Energieversorger, welche über 20 Jahre zu einem gleichbleibenden Satz erfolgt.  

In den letzten Jahren sank dieser Zuschuss allerdings konstant. Mittlerweile liegt die Einspeisevergütung nur noch bei 11,95 Cent je Kilowattstunde für neue kleine Anlagen, 11,62 Cent für mittlere und 10,39 Cent für große (September 2018). Grundsätzlich gilt, dass die Photovoltaik-Einspeisevergütung umso niedriger ausfällt, je größer die Anlage ist. Zum Vergleich: Wer Strom vom Versorger bezieht, zahlt je nach Anbieter bis zu 30 Cent je Kilowattstunde.

Doch abgesehen davon sind die Preise für Solar­strom­anlagen in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das macht die Produktion von Solar­strom immer rent­abler. Vor allem dann, wenn ein möglichst hoher Teil des erzeugten Stroms selbst verbraucht wird, wie neueste Berechnungen von Finanztest zeigen. Denn die Komplett­anlage kostet inklusive Montage derzeit etwa 1300 Euro pro Kilowatt (kW) Leistung ohne Mehr­wert­steuer. Eine 5-kW-Anlage können sich Haus­eigentümer daher schon für rund 6500 Euro aufs Dach setzen. Dazu kommen laufende Kosten für Versicherung, Wartung und eventuelle Reparaturen von beispiels­weise 120 Euro im Jahr. Die beim Kauf der Anlage anfallende Mehr­wert­steuer spielt dagegen keine Rolle, weil sie vom Finanz­amt erstattet wird.

Laut Finanztest kommt, wer einen üblichen Preis für die Anlage bezahlt und 25 Prozent des Stroms selbst nutzt, je nach Sonnenausbeute auf eine Rendite von 5,6 bis 8,0 Prozent. Unter optimalen Bedingungen kann die Rendite sogar zweistellig ausfallen. Auch Anlagen mit ergänzendem Batteriespeicher können demnach wirtschaftlich sein. "Das Blatt wendet sich langsam, die Preise für Speicher haben sich seit Mitte 2013 halbiert", sagt Alrun Jappe von Finanztest. Für eine typische Anlage mit Stromspeicher rechnet die Zeitschrift bei einem Eigenverbrauch von 50 Prozent mit einer Rendite von 1,8 bis 3,9 Prozent.

Das vollständige Einspeisen des Solarstroms ohne Eigenverbrauch bringt dagegen am wenigsten Rendite. Hier kommt Finanztest bei den derzeitigen Kosten auf 1,0 bis 3,3 Prozent. 

Quelle: n-tv.de, awi

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