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Attraktiv durch niedrige Zinsen Billiges Baugeld fürs Eigenheim

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Angesichts turbulenter Finanzmärkte wächst das Interesse an Immobilien.

(Foto: picture alliance / dpa)

Kredite fürs Eigenheim sind zurzeit so billig wie selten in Deutschland. Hinzu kommt: Angesichts der Euro-Krise, dem Auf und Ab an den Börsen und aus Angst vor einer zunehmenden Inflation legen viele Menschen ihr Geld lieber in "Betongold" an, statt es in Wertpapiere zu investieren.

Der Kauf oder Bau eines Hauses lohnt sich derzeit besonders. Die Zinsen für zehnjähriges Baugeld liegen immer noch nur knapp über ihrem Allzeittief vom Oktober. Bauherren und Hauskäufer zahlen für Darlehen bei einer Laufzeit von zehn Jahren derzeit bei knapp 3,3 Prozent Zinsen. Selbst Kredite mit 20 Jahren Zinsbindung bieten zahlreiche Banken für weniger als vier Prozent Zinsen an. Zudem sind Häuser und Wohnungen derzeit immer noch relativ günstig - im Vergleich zu vor zehn Jahren haben die Preise laut Statistischem Bundesamt kaum zugelegt, sind zum Teil sogar gesunken. In Ballungsräumen allerdings haben sie wegen steigender Nachfrage zum Teil schon angezogen.

Sind Immobilien eine gute Geldanlage?

Immobilien gelten nicht als Renditeknüller. Allerdings sind sie gerade in Krisenzeiten Verbraucherexperten zufolge eine solide Geldanlage. Der Wert einer Immobilie ist vergleichsweise sicher - vorausgesetzt, Preis, Qualität und Lage stimmen. In jedem Fall sollte ein Immobilienkauf gut überlegt sein. Die Verbraucherzentrale Bayern rät, vor allem auf den sogenannten effektiven Jahreszins für Darlehen zu schauen.

Wie finde ich den günstigsten Kredit?

Hier hilft nur ein Vergleich der verschiedenen Anbieter. Dafür können Bauherren Vergleichsrechner im Internet nutzen. Auch Verbrauchermagazine und Zeitungen liefern immer aktuelle Zinskonditionen. Daneben lohnt sich der Besuch in der Sparkasse oder Genossenschaftsbank vor Ort. Zahlen des Vergleichportals Biallo zufolge sind einige Regionalinstitute beim Baugeld sogar günstiger als Billiganbieter wie Direktbanken. Der Vergleich kann teils mehrere zehntausend Euro sparen.

Wie funktioniert ein Baudarlehen?

Kredite für Häuser oder Wohnungen laufen meist über zehn, 20 oder 30 Jahre. In diesem Zeitraum zahlen Bauherren ihre Raten ab. Hierbei werden die Zinsen in aller Regel nur für einen begrenzten Zeitraum von mehreren Jahren festgelegt. Läuft diese sogenannte Zinsbindungsfrist beispielsweise nach zehn Jahren ab, verhandeln Bank und Kunde die Verlängerung des Darlehens. Der Bauherr kann dann auch umschulden und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Verbraucher sollten mehrere Monate vor Auslaufen der Frist neue Angebote einholen. Baukredite geben meist auch das Recht auf Sondertilgung, das heißt die Rückzahlung von Geld zusätzlich zu den vereinbarten Raten. Auch kann ausgehandelt werden, dass der Bauherr die Raten anpassen kann, etwa wenn sich das Einkommen verändert.

Wie viel Geld muss ich selbst aufbringen?

Finanzexperten sehen ein Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent des Hauspreises als eine solide Basis an. Für ihre angebotenen Top-Zinsen wollen die Banken häufig allerdings 40 Prozent Eigenkapital sehen. Teils sind Banken auch bereit, den vollen Kaufpreis zu finanzieren. Dafür verlangen sie aber oft happige Risikoaufschläge beim Zins.

Gibt es Geld vom Staat?

Bei der staatlichen Förderbank KfW gibt es Darlehen etwa für den Kauf selbstgenutzten Wohneigentums, energieeffizientes Bauen und Sanieren oder auch für altersgerechtes Wohnen. Daneben zahlt der Staat die Wohnungsbauprämie von 8,8 Prozent beim Bausparen. Tilgungsraten von Krediten können zum Teil von der Steuer abgesetzt werden. Auch gibt es in Form des sogenannten Wohn-Riesters staatliche Unterstützung für den Kauf selbstgenutzter Immobilien zur Altersvorsorge.

Was passiert, wenn ich arbeitslos oder arbeitsunfähig werde?

Risiken wie diese können mit verschiedenen Versicherungen ganz oder zumindest teilweise abgedeckt werden. So gibt es Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Lebensversicherungen oder Restschuld-Versicherungen, die jeweils unterschiedliche Wechselfälle abdecken. Verbraucher sollten sich vor Abschluss einer Police und eines Baudarlehens gut über einen Versicherungsschutz beraten lassen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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