Ratgeber

Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im Februar

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Arzneimittel werden fälschungssicherer, die Erwerbsminderungsrente steigt, Whatsapp zeigt Werbung und Staubsauger dürfen ohne Energielabel ran. Dies und anderes erwartet Sie im neuen Monat.

Arzneimittel werden fälschungssicherer

Verpackungen von Medikamenten müssen ab dem 9. Februar besondere Sicherheitsmerkmale tragen: eine individuelle Nummer sowie ein Siegel, das unerlaubtes Öffnen erkennen lässt. So soll verhindert werden, dass gefälschte Arzneimittel in Umlauf geraten. Mit der Verordnung wird deutsches Recht an europäische Standards angepasst.

Erwerbsminderungsrente steigt

Ab dem neuen Monat wird die Rente wegen Erwerbsminderung derart berechnet, als hätten Betroffene bis zum Alter von 65 Jahren und acht Monaten weiter in die Rentenkasse eingezahlt. Bis jetzt wurde so gerechnet, als wäre bis zum 62. Lebensjahr eingezahlt worden. Bis 2014 wurden sogar nur fiktive Einzahlungen bis 60 bei der Berechnung berücksichtigt. Die Neuerung erhöht die Rente deutlich. So erhält ein Durchschnittsverdiener, der erwerbsunfähig wird, im Jahr 2019 etwa 90 Euro mehr im Monat. Kleiner Wermutstropfen: Wer bereits eine Erwerbsminderungsrente erhält, ist von der Neuregelung nicht betroffen.

Klimaschutz durch weniger Emissionen

12.000 Industrie- und Energieanlagen nehmen europaweit am Emissionshandel teil. Das heißt: Sie dürfen gemeinsam nur eine Höchstmenge an Treibhausgasen ausstoßen - eine Maßnahme für den Klimaschutz. Diese Gesamtmenge wird von Jahr zu Jahr weniger. Derzeit reduziert sie sich um 38 Millionen Tonnen jährlich, ab 2021 um 48 Millionen jedes Jahr. Die Novelle des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes (TEHG), die Ende Januar in Kraft getreten ist, setzt diese europäische Reform in deutsches Recht um. Gleichzeitig sichert das Vorgehen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrien in der EU, denn bestimmte Emissionszertifikate werden auch in der vierten Handelsperiode von 2021 bis 2030 zunächst einmal kostenlos zugeteilt. Durch die zügig eingeleitete Umsetzung der Richtlinie gewährleistet die Bundesregierung den rechtzeitigen Start des Antragsverfahrens zur kostenlosen Zuteilung der Zertifikate im Frühjahr 2019.

Kein Energielabel für Staubsauger mehr

Wer künftig einen neuen Staubsauger kaufen will, wird sich zum Vergleich des Energieverbrauchs nicht mehr an einem Energielabel orientieren können. Stattdessen kann der Käufer jedoch Herstellerangaben zum Vergleich heranziehen. Seit dem 19. Januar 2019 dürfen Händler neue Staubsauger nicht mehr mit einem Energielabel bewerben. Bereits angebrachte Etiketten zur Energieverbrauchskennzeichnung müssen unverzüglich von den Staubsaugern entfernt oder überklebt werden. Grundlage ist ein Urteil des Gerichts der Europäischen Union. Das Gericht hat festgestellt, dass die von der EU-Kommission gewählte Prüfmethode, womit Energieeffizienz von Staubsaugern zu bestimmen ist, sich nicht nah genug an dem tatsächlichen Verbraucherverhalten orientiert. Denn es waren nur Tests mit leeren Staubsaugerbeuteln vorgesehen. Das Kennzeichnungsverbot bezieht sich sowohl auf Werbung in Printmedien und im Internet als auch auf das Ausstellen in Verkaufsräumen.

Werbung bei Whatsapp

Bislang kam der Messenger Whatsapp werbefrei aus. Doch um aus der Verlustzone zu kommen, soll künftig Reklame im Status-Bereich angezeigt werden. Vor vier Jahren hatte Facebook den Dienst erworben und mit den ursprünglichen Gründern eine Vereinbarung getroffen, welche es möglich macht, ab dem 1. Februar Werbung via Anzeigen und Videos auf Whatsapp zu platzieren. 

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, awi

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