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Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im Juli

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Ab dem neuen Monat verlangt die Post mehr Briefporto. Dafür steigen die Renten und das KIndergeld. Und für die Erledigung der Steuererklärung bleibt noch ein Monat Zeit. Dies und anderes erwartet Sie im Juli.

Deutsche Post erhöht Briefporto

Der Preis für den Standardbrief steigt ab 1. Juli von bisher 70 auf 80 Cent. Ebenfalls um 10 Cent klettert der Preis für den Kompaktbrief bis 50 Gramm auf dann 0,95 Euro. Um 15 Cent geht es für den Transport der Postkarte rauf, ab dem neuen Monat werden hier 0,60 Euro fällig. Ebenfalls verteuern werden sich der Großbrief (bis 500 Gramm) auf 1,55 Euro, der Maxibrief (bis 1000 Gramm) auf 2,70 Euro und der Maxibrief bis 2000 Gramm auf 4,90 Euro.

Kindergeld steigt

Das Kindergeld erhöht sich ab 1. Juli um 10 Euro. Für das erste und zweite Kind gibt es dann 204 Euro, für ein drittes Kind 210 und für das vierte und jedes weitere Kind 235 Euro. Kindergeld wird bis zum 18. Lebensjahr des Kindes gezahlt. Eltern können unter bestimmten Voraussetzungen auch für volljährige Kinder Kindergeld bekommen. Voraussetzung: Der Nachwuchs befindet sich in einer Ausbildung.

Pfändungsfreigrenze steigt

Schuldner mit regelmäßigem Einkommen können ab Juli ein Plus in ihrer Haushaltskasse verbuchen: Die Pfändungsfreigrenzen werden um rund vier Prozent erhöht. Die neue Pfändungstabelle erfasst alle Arbeitseinkommen und pfändbaren Sozialleistungen, die nach dem 1. Juli 2019 zur Auszahlung kommen. Durch die Erhöhung kann etwa ein alleinstehender Schuldner ohne Unterhaltspflicht bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1300 Euro jetzt 1215,01 Euro von seinem Lohn behalten. Ist er für eine Person unterhaltspflichtig, kann nichts gepfändet werden. Die aktuellen Pfändungsgrenzen sind im Internet unter bundesgesetzblatt.de zu finden.

Verdienstgrenze für Midijobber steigt

Für Midijobber gilt ab dem neuen Monat die neue Obergrenze von 1300 Euro. Dennoch zahlen Betroffene weiterhin reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, erwerben aber dennoch volle Rentenanwartschaft.

Renten steigen

Ab dem 1. Juli steigen die Renten im Westen um 3,18 und im Osten um 3,91 Prozent. Die Anpassung gilt für alle Altersrenten, für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, für gesetzliche Unfallrenten sowie für die Renten der Landwirte aus der landwirtschaftlichen Rentenkasse.

Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf Westbeiträgen beruht, wird sich nach den Zahlen um 31,80 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ostbeiträgen um 39,10 Euro. Der sogenannte Eckrentner mit 45 Jahren Beitragszeit bekommt monatlich rund 45 Euro mehr an Rente.

Steuererklärung noch bis Ende Juli

Das Steuergesetz ist zwar schon seit 2017 in Kraft, es wirkt sich aber erst jetzt aus. Denn ab dem Steuerjahr 2018 hat jeder zwei Monate mehr Zeit für seine Steuererklärung. Statt wie bisher bis Ende Mai müssen die Dokumente nach Angaben der VZ NRW künftig immer erst bis zum 31. Juli eingereicht werden.

Eine längere Frist gibt es auch, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein hilft. War der letzte Termin für die Erklärung 2017 noch der 31. Dezember 2018, kann die Steuererklärung für 2018 nun bis Ende Februar 2020 abgegeben werden, wenn ein Berater dabei mitwirkt. Und da das Jahr ein Schaltjahr sein wird, bleibt bis zum 29. Februar 2020 Zeit.

Quelle: n-tv.de, awi

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