Ratgeber
(Foto: imago/CHROMORANGE)
Mittwoch, 28. Februar 2018

Verbraucher aufgepasst: Das ändert sich im März

Viele Zigarettenmarken werden teurer. Dafür gelten unter anderem im Baugewerbe neue tarifliche Mindestlöhne. Zudem lassen sich kostenpflichtige Streaming-Dienste auch im EU-Ausland nutzen. Dies und anderes erwartet Verbraucher im neuen Monat.

Neue Mindestlöhne für Bau, Dachdecker und Gebäudereinigung

Im Baugewerbe, dem Dachdeckerhandwerk und der Gebäudereinigung gelten neue tarifliche Mindestlöhne. Im Dachdeckerhandwerk wird beim Mindestlohn erstmalig nach dem Qualifikationsniveau unterschieden. Die Lohnuntergrenzen in der Gebäudereinigung gleichen sich in Ost und West bis 2020 schrittweise an. Im Baugewerbe steigt bundesweit der Mindestlohn in allen Lohngruppen. Die Verordnungen treten voraussichtlich am 1. März in Kraft - vorausgesetzt, sie sind bis dahin im Bundesanzeiger veröffentlicht.

eCall für Neufahrzeuge

Ab dem 31. März wird das eCall-System Pflicht in allen Neufahrzeugen. Bei einem Unfall kann dies automatisch den Notruf wählen und Hilfe rufen - auch wenn die Insassen dazu nicht mehr in der Lage sind.

Online-Dienste ohne Grenzen nutzen

Kostenpflichtige Streaming-Dienste für Filme, Sport, Musik, eBooks und Videospiele lassen sich ab 20. März auch im EU-Ausland nutzen. Bisher wurde das durch Ländersperren, das sogenannte Geoblocking, verhindert. Fürs Streamen ohne EU-Grenzen dürfen die Anbieter keine zusätzlichen Gebühren erheben. Die Nutzung der Dienste ist auf vorübergehende Aufenthalte begrenzt.

Änderungen im Urheberrecht

Mit dem Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft werden die Vorschriften über die erlaubnisfreien Nutzungen für Schulen und Hochschulen neu geordnet und vereinfacht. Das verbessert die Auffindbarkeit und Verständlichkeit von Texten, Filmen oder anderen Medien aus Literatur, Kunst und Wissenschaft. Die Reform tritt am 1. März in Kraft.

Zigaretten werden teurer

Raucher von Zigaretten müssen ab dem 1. März tiefer in die Tasche greifen. Wie der Marktführer Philip Morris verlauten ließ, werden die Preise pro Packung entweder erhöht oder der Inhalt pro Packung weniger. So werde etwa die Packung Marlboro im Automatenverkauf künftig 22 statt 23 Zigaretten enthalten, aber weiterhin 7 Euro kosten. Auch bei den Marken L&M und Chesterfield werden die Packungen teurer oder enthielten weniger Zigaretten. Die Zigarettenindustrie hat im vergangenen Jahr in Deutschland 21,4 Milliarden Euro umgesetzt. 15,7 Milliarden Euro davon landeten beim Staat in Form von Tabak- und Mehrwertsteuer.  

Quelle: n-tv.de