Ratgeber

Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im November

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Verbraucher können sich künftig leichter zusammenschließen, um Ansprüche gegen Produkthersteller geltend zu machen, DVB-T2 wird ausgeweitet und Banken müssen die Gesamtkosten des Girkontos nennen. Dies und anderes erwartet Sie im neuen Monat.

Ansprüche leichter durchsetzen

Verbraucher können sich künftig leichter zusammenschließen, um Ansprüche gegen Produkthersteller oder Dienstleister geltend zu machen. Ab dem 1. November gilt die sogenannte Musterfeststellungsklage. Sind in einem Fall viele Verbraucherinnen und Verbraucher betroffen, so können bestimmte Verbände für sie künftig in einem Musterverfahren Grundsatzfragen gerichtlich verbindlich und gebündelt klären lassen.

Banken müssen über Gesamtkosten für Girokonten informieren

Vom neuen Monat an müssen Geldinstitute ihre Kunden jährlich über die Gesamtkosten ihres Girokontos informieren. Dazu zählen zum Beispiel die Zinsen für den Dispositionskredit oder mögliche Entgelte für Überweisungen in Papierform. Außerdem müssen die Kreditinstitute vor Abschluss des Vertrages zur Kontoeröffnung eine Kostenübersicht erstellen.

Ehe für alle - auch auf dem Vordruck

Nun ist die Ehe für alle auch in den Ämtern angekommen. Bisher waren die Unterlagen zur Eheschließung für "Ehemann" und "Ehefrau" vorgedruckt. Bei gleichgeschlechtlichen Paaren musste deshalb bisher immer ein Partner an der falschen Stelle eingetragen werden. Jetzt werden die Heiratenden als "Ehegatten" erfasst.

Kinderspielzeug EU-weit sicherer

Bei Spielzeug für Kinder unter drei Jahren und Spielzeug, das in den Mund genommen werden kann, wird ab dem 4. November der Grenzwert für Phenol gesenkt. Phenol steht in Verdacht, das Erbgut zu schädigen.

Außerdem muss das Spielzeug ab dem 26. November weniger Bisphenol A enthalten. Statt bisher 0,1 Milligramm/Liter dürfen nur noch 0,04 Milligramm/Liter freigesetzt werden. Der Stoff kann schlimmstenfalls unfruchtbar machen.

Reihenfolge der Vornamen ändern

Wer mehrere Vornamen hat, kann selbst entscheiden, welcher genutzt werden soll. Ab dem 1. November gibt es zudem eine Änderung im Personenstandsgesetz, durch die sich die Reihenfolge der Vornamen beim Geburtsstandesamt und dann auch im Personalausweis ändern lässt. Dafür muss die Person keinen Grund angeben, sondern lediglich eine Erklärung beim Standesamt abgeben.

Hinweis: In einer ersten Version des Artikels wurden versehentlich in Teilen veraltete Inhalte abgebildet. Der Text ist jetzt aktualisiert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. 

Quelle: ntv.de, awi

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