Ratgeber

Vollautomaten im Test Die teuerste Kaffeemaschine ist die beste

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Sieht schon mal ansprechend aus.

(Foto: imago/Kickner)

Die Zeiten, in denen Kaffee als reiner Wachmacher herhalten musste, sind vorbei. Heute muss das Getränk schmecken, aber auch was hermachen. Ein guter Kaffee für zu Hause oder im Büro ist Pflicht. Kaffeevollautomaten versprechen das. Warentest hat acht getestet.

Die schnöde Kaffeemaschine, die mit Pulver und Filter agiert, ist den meisten längst nicht mehr genug. Und immer zum Café um die Ecke zu rennen, um in die Gänge zu kommen, ist doch ein wenig aufwändig und teuer. Vollautomaten versprechen Abhilfe. Die Stiftung Warentest hat acht neue Geräte untersucht, zu Preisen zwischen 470 und 1200 Euro.

Und so wie die Maschinen immer ausgefeilter werden, entwickeln auch wir die Prüfungen weiter. Seit November 2021 bewerten die Tester zum Beispiel erst­mals, wie gut das eingebaute Mahl­werk sowie der zur Maschine passende Wasser­filter funk­tionieren. Zudem beur­teilen nun Experten die Reparier­barkeit der Modelle, etwa ob Fach­betriebe Bauteile unkompliziert austauschen können. Auch die Handhabung war natürlich wichtig - Bedienelemente und das Einschalten und Befüllen wurden ebenso bewertet wie die Getränkeauswahl und der Aufwand bei der Reinigung.

Die größte Neuerung betrifft aber die Bewertung des Geschmacks. Die Auswahl an Getränken sowie die Möglichkeiten, jeden Kaffee individuell anzu­passen, sind so groß, dass die Tester erst­mals auf ein einzelnes Urteil für Espresso verzichten. Statt­dessen verkosten professionelle Kaffeesommeliers aus jedem Auto­mat Espresso und Cappuccino. Allerdings ohne dass der Geschmack diesmal mitbewertet wurde.

Teuerste Maschine ist Testsieger

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De'Longhi "PrimaDonna Soul ECAM610.74"
1399 Euro

Der Testsieger ist die De'Longhi "PrimaDonna Soul ECAM610.74" ("gut" (Note 1,9), circa 1200 Euro). Sie bietet ganze 22 Getränke zur Auswahl, ein sehr gutes Display und Mahlwerk sowie feinen Milchschaum. Fachleute können sie leicht reparieren und der Wasserfilter reicht für rund 15,5 Liter - das sind etwa 180 Tassen Espresso. Nur das Entkalken dauert mit 53 Minuten relativ lange.

Den zweiten Platz im Test bekommt die Philips "EP5447/90" ("gut", 2,1, circa 605 Euro). Sie glänzt durch den vergleichsweise niedrigen Preis und zusätzlich durch ein intuitives Display, feinen Milchschaum, gute Regulierbarkeit von Mahlgrad und Temperatur sowie eine leichte Reparatur. Insgesamt lassen sich damit 14 verschiedene Getränke zubereiten. Die Schwächen: Sie braucht mit einer Minute recht lange zum Aufheizen und ist ziemlich laut.

Verlierer des Tests ist die "Cecotec Power Maticchino Touch Seria 8000 Nera" für rund 470 Euro. Sie wurde aber immerhin noch mit "befriedigend" (3,1) bewertet. Hauptkritikpunkte der Tester: Der Putzaufwand ist vor allem im Innenraum hoch, das Aufheizen dauert lange und nach dem Entkalken landete so viel Blei in der Kaffeetasse, dass der Gehalt knapp oberhalb der EU-Trinkwasserverordnung lag. Darüber hinaus fanden die Verkostungsexperten Espresso und Cappuccino wässrig und ohne Aroma.

Quelle: ntv.de, awi

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