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Sahnig, leicht süß und feinporig So gelingt der perfekte Milchschaum

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Länger haltbare Frischmilch mit einem Fettgehalt von 1,5 Prozent erzeugt festeren Schaum als die 3,5-prozentige Variante.

(Foto: imago/imagebroker)

Ob Cappuccino, Latte Macchiato und Co. auch daheim richtig gut gelingen, hängt nicht zuletzt vom Milchschaum ab. Wer selbst Hand anlegt, braucht Geschick und Geduld. Gut, dass es auch entsprechende Geräte gibt. Die Stiftung Warentest hat sie getestet.

Ein gelungener Milchschaum ist feinporig, fühlt sich im Mund wie Sahne an und schmeckt leicht süß. Leider gibt es den oft nur in ausgewählten Cafés. Wenn überhaupt. Wer zu Hause selber rührt, wird meist enttäuscht. Entweder die Milch brennt an oder über und wenn nicht, lässt das Milchhäubchen trotzdem meist zu wünschen übrig.

Um auch daheim oder im Büro in den Genuss eines richtig guten Cappuccinos oder Latte Macchiatos zu kommen, müssen Genießer schon zum elektrischen Milchschäumer greifen, es sei denn, dieser ist ohnehin schon in einem vorhandenen Kaffeevollautomaten integriert. In ihrer neuesten Untersuchung stellt die Stiftung Warentest fest, dass die Schaumkrone mit elektrischen Milchschäumern fast wie von selbst gelingt.   

Im Test mussten zehn Geräte zeigen, was sie draufhaben. Acht schlugen sich gut, zwei nur befriedigend. Unterschiede konnten die Tester vor allem bei der Zubereitung und den Umwelteigenschaften feststellen. Dabei sind die Schaumschläger zu Preisen von 23 bis 99 Euro zu haben. Und das für jeden Bedarf. So schäumen auch drei Geräte kleine Milchmengen unter 100 Milliliter, die richtige Menge für eine Tasse Cappucino. Einer der großen Aufschäumer im Test kann bis zu 350 Milliliter Milch in Schaum verwandeln.

Der Proteingehalt macht's

Aber nicht nur schäumen geht. Die Produkte sind auch in der Lage, Milch einfach nur zu erhitzen, ganz ohne Schaum. Dabei ist es egal, ob der Milchschäumer via Heizspirale oder per Induktion auf Touren kommt. Das Gerät von Rossmann ("befriedigend") patzt hier allerdings – wärmer als 40 Grad wird das Drüsensekret aus der Kuh hier nicht. 

Den Testsieg teilen sich der Nespresso Aeroccino4 ("gut", 2,0, 79 Euro) und der WMF Lineo Milchschäumer ("gut", 2,0, 80 Euro) vor dem Melitta Cremio ("gut", 2,1, 60 Euro). Ersterer ist vor allem auch für die Zubereitung kleinerer Milchmengen geeignet (100 Milliliter - was in etwa die Menge für einen Cappuccino ist).

Ein gutes Testergebnis haben zwei Geräte vermasselt, da sie im Standby-Modus mehr Strom verbrauchen, als eine EU-Richtlinie zulässt ("Caso Crema Late & Choco" und "WMF Lono Milk & Chock" - beide deshalb nur "befriedigend").

Abschließend noch zu der Frage, mit welcher Milch denn der beste Schaum gelingt. Auch dieser Frage sind die Tester nachgegangen. Das Ergebnis: Länger haltbare Frischmilch mit einem Fettgehalt von 1,5 Prozent erzeugt festeren Schaum als die 3,5-prozentige Variante. Dafür bringt Letztere das Kaffee-Aroma zu Geltung.

Doch vor allem der Eiweißgehalt der Milch bestimmt die Schaumbildung. Insofern kann auch zu laktosefreien Produkten oder einem Sojadrink gegriffen werden. Lediglich Mandelmilch mit einem Proteingehalt von nur 0,5 Prozent pro 100 Milliliter kann nicht mit ganz so schönem Schaum glänzen wie die zuvor genannten Varianten. Denn diese können 3,5 Gramm Eiweiß pro 100 Milliliter vorweisen.  

Quelle: n-tv.de, awi

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