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Finanztest checkt Anlagen Dividendenfonds - Zuschlag gefällig?

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Laut Warentest fahren Anleger mit börsengehandelten Indexfonds am bequemsten und am günstigsten.

(Foto: imago/Westend61)

Wenn auch zögerlich, aber die Deutschen erkennen, dass eine Investition in Aktien lohnen kann. Insbesondere wenn Anleger neben Kurssteigerungen auch noch von Gewinnbeteiligungen profitieren können. Warentest kennt geeignete Fonds.

Festgeld, Tagesgeld, Sparbuch? Zinsen sind hier meist Fehlanzeige. Wer zumindest die Chance auf eine ertragreichere Geldanlage haben möchte, kommt an einer Anlage in Aktien nicht vorbei. Zumindest anteilig gehört diese in jedes Depot, bekräftigen sowohl Experten als auch Verbraucherschützer gebetsmühlenartig. Vorausgesetzt, der Anleger bringt den richtigen Zeithorizont von mehr als 10 Jahren mit, damit Verluste ausgesessen werden können und setzt nicht auf Einzelwerte. Deshalb sind Fonds für Nicht-Profis die erste Wahl. Am günstigsten sind diese in Form von Indexfonds (ETFs) zu haben. Zudem performen sie meist auch nicht schlechter als die teureren, aktiv gemanagten Fonds.

Abgesehen davon bieten Anlagen in Aktien neben der Chance auf Kursgewinne auch die Möglichkeit, zusätzlich an den Gewinnbeteiligungen der im Fonds enthaltenen Unternehmen zu partizipieren. Etwa ein Viertel bis ein Drittel des durchschnittlichen Aktienertrags resultiert aus Dividenden, wie Finanztest berichtet. In Zahlen bedeutet dies jährliche Zusatzeinnahmen in Höhe von 2 bis 4 Prozent - gerechnet auf die letzten beiden Jahrzehnte.

Dividendenfonds wirken sich wie Sicherheitsnetz aus

Es liegt also nahe, entsprechende Fonds als Beimischung in sein Depot mit aufzunehmen. Da diese Papiere zum großen Teil eher schwankungsarme Aktien enthalten, können sie zusätzlich die Stabilität der Aktienfondsmischung erhöhen. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirken Dividendenfonds wie ein Sicherheitsnetz. Meist finden sich in den entsprechenden Papieren denn auch Einzeltitel aus der Pharmabranche oder Nahrungsmittelproduzenten. ­­Ihre Einnahmen sind vergleichsweise ­berechen­bar und nicht so stark von der Konjunktur abhängig wie die von Auto- und Maschinenbau­unternehmen. Allerdings zeigt sich der Nachteil von Dividendenfonds, wenn die Börsen boomen. Dann hinken diese der Gesamtentwicklung am Aktienmarkt hinterher - so auch in den letzten fünf Jahren.   

Finanztest empfiehlt unter anderem 4 Fonds. Bei den aktiv gemanagten weltweit anlegenden Dividenden-Fonds kann sich Finanztest vor allem für den "DWS Top Dividende" erwärmen, der von den Testern mit vier von fünf Punkten bewertet wird. Er investiert weltweit in knapp 70 Einzeltitel und erzielte in den letzten 5 Jahren eine durchschnittliche Rendite von gut 8 Prozent.  

Für den internationalen Markt nennen die Tester 3 ETF-Lösungen. So beispielsweise den Global Select Dividend 100-Index und den FTSE All-World High Dividend Yield. Ersterer bildet drei regionale Dividendenindizes mit 100 Einzelwerten ab (Europa, Asien und Nordamerika. Letzterer pickt weltweit rund 1400 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite heraus. Abgebildet werden die Indizes unter anderem durch den "Ishares Stoxx Global Select Dividend 100" (7,9 Prozent p.a. in den letzten fünf Jahren) und den "Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield Ucits" ETF (8 Prozent Rendite p.a.). Bei der dritten ETF-Empfehlung handelt es sich um den "SPDR S&P Glo­bal Di­vi­dend Aris­to­crats Ucits", dieser konnte in den letzten fünf Jahren sogar mit einer Rendite von 8,6 Prozent punkten. Die reine Dividendenrendite bewegt sich bei allen genannten Fonds zwischen 4,2 und 4,8 Prozent.

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Quelle: n-tv.de, awi

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