Warentest macht sauberDrei Akku-Staubsauger sind "gut" - zwei "mangelhaft"

Hin und wieder muss die eigene Hütte auf Vordermann gebracht werden. Teil der Pflicht ist dann auch das Staubsaugen. Gerne auch kabellos via Akkusauger. Das ist um einiges praktikabler. Aber einige Geräte im Warentest lassen ein paar Krümel liegen.
Es soll ja Menschen geben, die beim Saubermachen entspannen können - beim Staubsaugen zum Beispiel. Denen kommt dann auch kein Saugroboter ins Haus. Stattdessen wird selbst zum Staubsauger gegriffen. Gerne auch ohne Stolperfalle - also ohne Kabel, nur mit Akku.
Die Stiftung Warentest hat zehn neue Akku-Staubsauger untersucht, zu Preisen zwischen 239 und 699 Euro. Neben der Saugleistung prüften die Tester auch Akkulaufzeit, Handhabung, Geräuschentwicklung und Schadstoffbelastung. Zum vollständigen Aufladen brauchten die Energiespeicher zwischen knapp einer und über sechs Stunden. Die Gesamtergebnisse zeigen: Ein hoher Preis garantiert nicht automatisch gute Leistung. Wer vor dem Kauf vergleicht, kann viel Geld sparen und ein Gerät finden, das den eigenen Bedürfnissen entspricht. Praktischerweise lässt sich jedes Gerät zum kleinen Handsauger umbauen. So erreicht man selbst schwer zugängliche Stellen und kann beispielsweise Autositze absaugen.
Große Unterschiede bei der Saugleistung
Wer sich das häufige Leeren der Staubbox ersparen möchte, sollte über ein Modell mit Absaugstation nachdenken. Diese saugt den Schmutz automatisch in einen größeren Behälter oder - vor allem für Allergiker hygienischer und komfortabler - in einen Beutel. Der Nachteil: Eine Absaugstation treibt den Preis nach oben und benötigt auch mehr Platz.
Ergebnis der Untersuchung: Sieben Modelle sind insgesamt gute Haushaltshelfer, ein Gerät befindet sich im Mittelfeld, sechs weitere enttäuschen. Unter anderem ließen sie zu viel Schmutz liegen - vor allem Staub und Tierhaare. So zeigten sich große Unterschiede bei der Saugleistung.
"Rundum zuverlässig saugen nur drei Modelle", erklärt Michael Morys, Testleiter bei Stiftung Warentest. "Sie reinigen Teppich- und Hartboden gut oder sogar sehr gut, entfernen Tierhaare schnell vom Teppich und Fasern von Polstern. Die meisten anderen Geräte schwächeln in der einen oder anderen Saugdisziplin – und das betrifft auch teure Modelle."
Zwei Geräte versagten sogar komplett bei der Saugleistung und wurden deshalb auch konsequent mit "mangelhaft" bewertet ("Shark PowerPro IZ380EU" und "Anyson Stars 5". Den Testsieg konnte sich der teure "Bosch Unlimited 10 BTS1042WAC" für 699 Euro sichern (Note 2,2).