Ratgeber

Ein heißes Bad mit Öko-Test Drei Badezusätze gehen unter

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Ungeachtet des Testergebnisses empfinden viele ein Erkältungsbad als wohltuend.

(Foto: imago images/ingimage)

Wasser in die Wanne. Eintauchen. Entspannen. So einfach geht Wellness für zu Hause. Zum Fest wird die Sache mit dem richtigen Badezusatz. Öko-Test hat 50 ganz unterschiedliche Badezusätze getestet – vom klassischen Schaumbad bis zum Badetrüffel.

Für viele ist ein heißes Bad gerade in der kalten Jahreszeit ein entspannendes Ritual, auf das sie nicht verzichten möchten. Perfekt wird das warme Vollbad aber erst mit einem gut duftenden, schäumenden Badezusatz. Öko-Test hat 50 verschiedene Produkte geprüft.

Drei Produkte fallen wegen bedenklicher Inhaltsstoffe durch. 18 Badezusätze sind "sehr gut", darunter alle zehn getesteten Naturkosmetik-Produkte. 23 Zusätze sind immerhin noch "gut", wurden aber heruntergestuft, weil sie Polyethylenglykole (PEG) oder deren Abkömmlinge enthalten. Diese sorgen im Wasser für die Schaumbildung und reinigen, können die Haut aber auch durchlässiger für Fremdstoffe machen. Fast alle konventionellen Flüssigbäder enthalten Polyethylenglykole in einer Menge, die nach Wasser den größten Anteil im Produkt ausmacht.

Für Verbraucher ist der Namensdschungel bei Badezusätzen verwirrend, wie auch Öko-Test kritisiert. Viele der Namen dienen nur dem Marketing, hätten mit den Inhaltsstoffen aber nur wenig zu tun.

Was steckt drin?

Flüssige Produkte wie Schaum-, Creme- und Kräuterbäder

Diese enthalten meist eine große Menge an Tensiden, die reinigen und schäumen. Dazu kommen je nach Produkt mehr oder weniger rückfettende, pflegende Stoffe.

Ölbäder

Ölbäder sollen in erster Linie pflegen und der Haut das beim Baden verlorene Fett zurückführen. Weil sie am Rand der Badewanne einen meist hartnäckigen Ölfilm hinterlassen, ist nach dem Baden allerdings erst einmal Putzen angesagt.

Badesalze

Oft basieren Badesalze auf Meersalz. Weil das Salz einen Peeling-Effekt hat, machen sie die Haut besonders zart und weich.

Badekugeln und Badebomben

Bei bunten, duftenden Badekugeln oder Badebomben stehen, genau wie beim neuartigen Badekonfekt, Badespaß und Wellness im Vordergrund. Meist sorgt eine Kombination aus Zitronensäure und Natron dafür, dass die Badebomben stark sprudeln, sobald man sie ins Badewasser gibt.

Testverlierer und Gewinner

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Drei Badezusätze wertet Öko-Test wegen der enthaltenen Duftstoffe ab: "Dove Pflegendes Cremebad" ("mangelhaft"), "Palmolive Naturals Cremebad Olive & Milch" ("ungenügend") und das "Tesori dʼOriente Ayurveda Aromatisches Cremebad" ("ungenügend") enthalten den synthetisch hergestellten Duftstoff Lilial und PEG. Die Tester von Öko-Test kritisieren diesen schon lange, weil er sich im Tierversuch als fortpflanzungsschädigend erwiesen hat. Die Bäder von Palmolive und Tesori d'Oriente enthalten zusätzlich noch Galaxolid - eine synthetisch hergestellte Moschusverbindung, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichert und sich stark in der Umwelt verbreitet.

18 Badezusätze sind "sehr gut", darunter: "Alterra Badesalz extra fein Fernweh" (Rossmann, 1,32 Euro/ 100g), "Primavera belebendes Badeöl Ingwer & Limette" (Primavera, 12,00 Euro/ 100ml), "Weleda Lavendel Entspannungsbad" (Weleda, 6,13 Euro/ 100 ml), "Balea Badeperlen Entspann dich" (dm, 0,92 Euro/ 100 g), "Rituals Magnesium Bath Crystals" (Rituals, 3,57 Euro/ 100 g).

Quelle: ntv.de, awi