Ratgeber

Worauf Sparer achten sollten Ein wenig Zinsen fürs Festgeld gefällig?

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Entscheidend ist die Differenz zwischen Zins und Inflation.

(Foto: imago/McPHOTO)

Saure-Gurken-Zeit für Sparer - immer noch. Mindestens bis 2020 müssen sie sich noch gedulden. Erst dann sollen die Leitzinsen wieder steigen. Wenn danach auch die Sparzinsen wieder angehoben werden, lohnt es sich, langfristig Geld anzulegen.

Sicherheit ist vielen Sparern wichtig. Allerdings werfen verzinste Angebote von Finanzinstituten momentan nur wenig ab. Sparer sollten ihr Geld deshalb nicht zu lange fest anlegen, rät die Stiftung Warentest in der Zeitschrift "test" (Heft 7/2019).

Eine Festgeldanlage für mehr als ein Jahr lohnt sich aus Sicht der Experten erst, wenn das Zinsniveau wieder steigt. Viel mehr als 1 Prozent Zinsen bekommen Sparer bei empfehlenswerten Angeboten nicht.

Der beste Anbieter ist demnach derzeit Klarna mit einem Zinssatz von 1,02 Prozent. Die Mindestanlagesumme liegt aber bei 10.000 Euro. Für jeweils mindestens 5000 Euro bekommen Sparer bei der Credit Agricole 1,01 Prozent und bei der TF Bank 0,95 Prozent.

Inflation im Auge behalten

Die besonders gut verzinsten Angebote, die auch über Zinsportale zugänglich sind, kommen oft von ausländischen Banken, zum Beispiel aus Bulgarien oder Rumänien. Nach Ansicht der Stiftung Warentest sind solche Angebote aber nicht unbedingt empfehlenswert. Hier hegen die Experten Zweifel, ob die Einlagensicherungssysteme bei einigen wirtschaftsschwachen Ländern Sparer nach einer Bankenpleite reibungslos und zügig entschädigen können. Skeptisch bewerten die Warentester Angebote von Banken zum Beispiel aus Bulgarien, Griechenland, Malta, Lettland oder Rumänien.

Ratsam sind nur Angebote aus Ländern, die von den drei großen Ratingagenturen eine Topbewertung für ihre Wirtschaftskraft bekommen haben. Denn bis heute gibt es keine gemeinsame europäische Einlagensicherung. Jedes Land ist allein verantwortlich.

Sicher ist Spargeld aus Sicht der Experten bei Banken aus Deutschland, Belgien, Österreich, Frankreich, Großbritannien oder Schweden.

Sparer, die vor allem auf festverzinsliche Anlagen setzen, sollten auch die Inflation im Auge behalten. Denn liegt die bei der von den Währungshütern angestrebten Teuerungsrate bei knapp unter zwei Prozent, rutscht der Realzins (der nominale Zinssatz im Verhältnis zur Inflation) ins Minus. 

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Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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