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Thomas-Cook-Pleite Geschädigte Urlauber müssen sich ranhalten

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Anmeldungen für eine Rückerstattung werden noch bis zum 15. November entgegengenommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nicht nur, dass der Reiseanbieter Thomas Cook pleite ist und damit der Urlaub baden geht, sondern auch, dass Urlauber ihre Zahlungen nicht voll erstattet bekommen. Zum Glück springt der Bund ein - wer jetzt noch Geld möchte, muss sich beeilen.

Im September 2019 meldete der deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook Insolvenz an. Ein Schlag für viele Urlauber, die vorher eine Reise dort gebucht hatten. Sie mussten nicht nur auf ihren Urlaub verzichten, sondern blieben auch erstmal auf den Kosten sitzen. Denn die eigentlich dafür zuständige Versicherung Zurich Deutschland hatte die Reisen nur mit bis zu 110 Millionen Euro versichert. Das reichte bei Weitem nicht für alle betroffenen Kunden aus.

Die Bundesregierung entschied deswegen im Dezember, betroffenen Pauschalreisenden den Teil ihrer Kosten zu erstatten, der weder vom Insolvenzabsicherer Zurich-Versicherung noch durch Dritte ausgeglichen wird. Seit dem 6. Mai können sie ihre Ansprüche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz anmelden. Das geht aber nur noch für kurze Zeit.

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Nur noch bis zum 15. November können sich Betroffene anmelden, um eine Ausgleichszahlung zu erhalten. Danach ist eine Registrierung nicht mehr möglich. Damit das Geld fließt, sollten Sie Folgendes beachten, wenn die Reisekosten nicht bereits von der Zurich-Versicherung oder Dritten erstattet wurden:

  • Die Forderungen müssen gegenüber der Zurich-Versicherung geltend gemacht und beim Insolvenzverwalter angemeldet worden sein.
  • Um die Ausgleichszahlung vom Bund zu bekommen, müssen die bestehenden Ansprüche gegenüber dem Reiseveranstalter, der Zurich-Versicherung und Dritten abgetreten werden. So will der Bund diese Ansprüche gegen die Zurich-Versicherung und Thomas Cook verfolgen und möglicherweise gerichtlich geltend machen.

Als Ausgleich für geplatzte Reisen mit Thomas Cook hat der Bund bisher mehr als 31 Millionen Euro gezahlt. In rund 21.100 Fällen hätten Pauschalreisende bereits Geld zugesprochen bekommen, teilte das Justizministerium mit. 89 000 Reisende haben sich demnach gemeldet, aber noch lange nicht alle die geforderten Unterlagen eingereicht.

Quelle: ntv.de, awi

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