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Derzeit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 194 Euro, für das dritte Kind 200 Euro und für jedes weitere Kind 225 Euro. 
Derzeit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 194 Euro, für das dritte Kind 200 Euro und für jedes weitere Kind 225 Euro. (Foto: imago/McPHOTO)
Dienstag, 09. Oktober 2018

Freibeträge ab 2019 angehoben: Kindergeld steigt um zehn Euro

Der Staat unterstützt Eltern mit der Zahlung des Kindergeldes ihren Nachwuchs groß zu kriegen. Anspruchberechtigt ist jeder, der ein Kind in seinem Haushalt aufzieht und das Sorgerecht hat. Ab kommendem Juli gibt es etwas mehr Geld.

Familien sollen in den nächsten Jahren steuerlich stark entlastet werden. Dies plant die Bundesregierung mit dem von ihr eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Entlastung der Familien. Im Rahmen dessen soll dann auch das Kindergeld ab Juli 2019 um zehn Euro erhöht werden.

Allein dies führt zu Mehrausgaben von rund 3,3 Milliarden Euro, erwartet die Bundesregierung, die die Bedeutung der familienpolitischen Maßnahmen betont: "Familien halten unsere Gesellschaft zusammen. Familien zu stärken und zu entlasten, ist deshalb ein wichtiges Ziel." Die Erhöhung des Kindergeldes führt im Gegenzug allerdings zu einer Anrechnung bei den Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende, sodass der Staat dort 2019 rund 130 Millionen Euro und ab 2020 rund 260 Millionen Euro spart.

Außerdem werden die steuerlichen Kinderfreibeträge ab 1. Januar 2019 um 192 auf 7620 Euro angehoben. Zum 1. Januar 2020 steigt der Kinderfreibetrag dann um weitere 192 Euro auf dann 7812 Euro. Derzeit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 194 Euro, für das dritte Kind 200 Euro und für jedes weitere Kind 225 Euro.

Beim Kindergeld handelt es sich um eine Sozialleistung des Staates. Diese soll Eltern als finanzielle Unterstützung dienen und dabei helfen, ihre Kinder großzuziehen. Anspruchsberechtigt ist jeder, der ein Kind in seinem Haushalt aufzieht und das Sorgerecht hat. Dazu muss das Kindergeld bei der zuständigen Familienkasse schriftlich beantragt werden. Seit Jahresanfang 2018 ist dies nur noch sechs Monate rückwirkend möglich. Wichtig ist zudem, neben den entsprechenden Dokumenten für Eltern und Kind dem Amt auch die Steuer-Identifikationsnummer des Nachwuchses mitzuteilen, ansonsten wird die Zahlung verweigert. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass das Kindergeld für jedes Kind tatsächlich nur einmal ausgezahlt wird und keine ungerechtfertigten Auszahlungen ins Ausland vorgenommen werden.

Grundsätzlich kann Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden. Die Voraussetzung: Das Kind absolviert nach seinem Schulabschluss ein Studium, eine Ausbildung, ein berufsvorbereitendes Praktikum oder einen anerkannten Freiwilligendienst. 

Quelle: n-tv.de