Ratgeber

Feuerwehr-Einsatz Minderjähriger haftet bei Brand

Ein Minderjähriger, der grob fahrlässig den Brand einer Scheune verursacht hat, muss die Kosten von 10.000 Euro für den Feuerwehr-Einsatz bezahlen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland- Pfalz in Koblenz (Az.: 7 A 10183/08.OVG).

Konkret geht es um einen Jungen, der 2003 in einer mit Stroh gefüllten Scheune eine glimmende Zigarette weggeworfen und damit einen Brand ausgelöst hatte. Der damals 14-Jährige war dazu verpflichtet worden, die Kosten des Einsatzes zu übernehmen. Eine Klage dagegen war erfolglos geblieben, einen Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil lehnte das OVG ab.

Die Koblenzer Richter entschieden, auch unter Berücksichtigung einer verzögerten Entwicklung des Jungen von mindestens zwei Jahren habe bei ihm eine "Einsichtsfähigkeit in die Gefahrenlage" bestanden: Ein Elf- oder Zwölfjähriger müsse wissen, dass eine glühende Zigarette zu einem Brand führen könne und sie deshalb - zumal in einer Lagerstätte für Stroh - nicht unbedacht weggeworden werden dürfe.

Quelle: ntv.de

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