Ratgeber

Tipps für Anleger Mit wenig Einsatz viel erreichen

Trotz Euro-Krise, Achterbahnfahrten an den Börsen und Gold- und Immobilienboom - bei der Geldanlage kann auch mit wenig Einsatz viel erreicht werden. Auch in schwierigen Marktphasen. Worauf Anleger achten müssen, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einem neuen Ratgeber.

Reserven bilden, Ziele festlegen, nicht zu viel kaufen: Wenn Kunden einige Dinge befolgen, lassen sich auch kleinere Beträge gewinnbringend anlegen. Foto: Jens Schierenbeck

Bevor es los geht mit dem Investieren, sollten sich Anleger über ihre Ziele und die geeigneten Produkte Gedanken machen.

Mit wenig viel erreichen: Selbst kleine Monatsraten von 25 Euro bis 50 Euro oder Einmalbeträge von 500 Euro investiert in Aktien- oder Rentenfonds könnten gewinnbringend investiert werden, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Doch worauf kommt es an?

Schulden abbauen

Bevor Kunden sich für ein Sparprodukt entscheiden, sollten sie möglichst alle Raten- und Dispokredite zurückgezahlt haben, empfehlen die Verbraucherschützer in Düsseldorf. Denn jeder Euro, der in die Tilgung investiert werde, spare Zinsen.

Reserve bilden

Zwei bis vier Nettomonatseinkommen sollten auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto geparkt werden. So müssten für unerwartete Ausgaben keine teuren Kredite in Anspruch genommen werden.

Ziele festlegen

Vor der Auswahl für ein bestimmtes Finanzprodukt sollten Verbraucher sich darüber klarwerden, wie lange und für welchen Zweck das Geld angelegt werden soll. Dabei gilt: Je kürzer die geplante Anlagedauer, umso sicherer sollte das Geld angelegt werden. Nur für langfristige Ziele könnten auch schwankungsanfällige Aktienfonds zum Einsatz kommen.

Auf Kosten achten

Gerade bei der Anlage kleiner Beträge werden die Nebenkosten schnell zur Renditefalle. Daher sollten anfallende Gebühren genau unter die Lupe genommen werden, raten die Verbraucherschützer. Ein Beispiel: Beim Kauf von Investmentfonds fallen in der Regel Ausgabeaufschläge an. Wer den Fonds aber über eine Direktbank erwirbt, kann dabei sparen, weil die Abschlussgebühren oft reduziert seien.

Nicht zu viel kaufen

Wer sein Geld zu breit streut, kann schnell den Überblick verlieren. Daher sollten nicht zu viele einzelne Sparpläne oder Produkte gekauft werden. So bleibe der Verwaltungsaufwand gering und die Kosten überschaubar, erklären die Verbraucherschützer. Zudem sollten nur Finanzprodukte gekauft werden, die Kunden auch wirklich verstehen. Wer nicht ganz genau wisse, wo mögliche Risiken oder Zusatzkosten versteckt sind, sollten besser die Finger von dem Produkt lassen.

Regelmäßiger Depotcheck

Einmal pro Jahr sollten Kunden prüfen, ob die Anlagen sich noch mit ihrer Investitions- und Lebensplanung decken. Ist das nicht mehr der Fall, sollte Geld umgeschichtet werden, empfehlen die Verbraucherschützer. Ansonsten sei es in der Regel sinnvoller, einer Geldanlage treu zu bleiben, so lange das Verhältnis von Rendite und Kosten noch stimmt.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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