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Zu schnell in die Werkstatt Nutzungsausfall wird nicht bezahlt

Nach einem Unfall möchte man das Auto so schnell wie möglich wieder repariert haben. Trotzdem sollte man erst einmal abwarten, bis die Versicherung zusagt, den Schaden zu übernehmen. Jedenfalls dann, wenn der Wagen noch fahrbereit ist.

Bis die Versicherung einen Autounfall reguliert hat, können mehrere Wochen vergehen. Wer sein Auto voreilig in die Werkstatt bringt, kann sich Ärger einhandeln. Denn während der Bearbeitungszeit hat man nicht unbedingt Anspruch auf eine Entschädigung wegen des Nutzungsausfalls. Das hat das Landgericht Detmold entschieden (Az: 10 S 114/11). Daher sollten Autofahrer die Zusage der Versicherung abwarten.

In dem verhandelten Fall hatte ein Autofahrer am 30. August 2010 einen Unfall. Einen Tag später informierte der Mann die Haftpflichtversicherung und brachte seinen Wagen in die Werkstatt. Da er die Reparatur nicht aus eigener Tasche bezahlen konnte, behielt die Werkstatt das reparierte Auto, bis die Versicherung die Rechnung am 5. Oktober 2010 beglich. Der Geschädigte verlangte für die Zeit eine Nutzungsausfallentschädigung.

Diese Forderung wiesen die Richter aber ab. Schließlich sei der Wagen nach dem Unfall fahrbereit gewesen. Der Halter habe durch sein übereiltes Handeln den Nutzungsausfall selbst zu verantworten. Und die Bearbeitungszeit der Versicherung von vier Wochen sei nicht zu beanstanden.

Quelle: n-tv.de, dpa

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