Ratgeber

Verbraucherfreundlichste Bundesländer Rheinland-Pfalz löst Hamburg ab

Die Bundesländer geben unterschiedlich viel Geld für den Verbraucherschutz aus. Welche dabei das Geld am besten einsetzen, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband in einer Studie vorgestellt.

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Verbraucherzentrale in Mainz.

(Foto: picture alliance / dpa)

Rheinland-Pfalz ist unter den Bundesländern am verbraucherfreundlichsten. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen und Hamburg, das 2008 noch die Rangliste anführte. Zu diesem Ergebnis kommt ein im zweijährigem Turnus vorgelegter Verbraucherschutz-Index des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Berücksichtigt wurden in der Untersuchung unter anderem Verbraucherpolitik, die Verbraucherberatung oder die Kontrolle von Lebensmitteln und anderer Produkte. Erstmals erfasste der Index, der zum vierten Mal vorgelegt wurde, das Thema gesunde Schulernährung.

Der Verbraucherschutz sei als eigenes Politikfeld in den Bundesländern angekommen, hob vzbv-Vorstand Gerd Billen hervor. Doch gebe es noch erheblichen Verbesserungsbedarf. Der Finanzmarkt sei praktisch ohne Kontrolle, beklagte Billen. Auch die Kontrolle und Bewertung beispielsweise von Krankenhäusern, Pflegeheimen oder dem Telekommunikationsmarkt sei wichtig.

Die Ergebnisse im aktuellen Index liegen sogar unter denen der Erhebung 2008. Dies ist nach Angaben des vzbv auf schärfere Anforderungen und das schlechtere Abschneiden der Landesregierungen und der Kontrollbehörden in der Untersuchung zurückzuführen.

Schleswig-Holstein ist Schlusslicht

Hinter Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hamburg, die bereits 2008 auf den ersten drei Plätzen waren, kommt Berlin. Sachsen verbesserte sich vom zwölften auf den fünften Platz. Dagegen fiel Hessen vom fünften auf den elften Platz zurück. Die letzten beiden Plätze nehmen - wie bereits 2008 - Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ein.

Die rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerin Margit Conrad (SPD) sagte, der Spitzenplatz werde für ihr Land Ansporn sein. Das gute Abschneiden führte sie auf die Vernetzung - unter anderem mit den Verbraucherzentralen - zurück.

Billen kritisierte, dass die Hilfen an die Verbraucherzentralen weiterhin zu wünschen übrig ließen. Neun Bundesländer unterstützten die Verbraucherzentralen mit weniger als 50 Cent pro Einwohner, Schlusslichter seien Baden-Württemberg und Niedersachsen mit 20 Cent pro Kopf.

Quelle: ntv.de, dpa