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Bin ich schwanger? Siemens ruft Tests zurück

Schwanger oder nicht? Der einfachste Weg, Gewissheit zu bekommen, ist ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke. Dumm nur, wenn es sich am Ende um ein falsches Ergebnis handelt. Der Clinitest von Siemens steht in der Kritik und wird deshalb vom Konzern zurückgerufen.

Symbolbild

Ein Schwangerschaftstest bringt normalerweise in wenigen Minuten Gewissheit.

Die Gesundheitssparte des Siemens-Konzerns hat weltweit 15 Chargen des Schwangerschaftstests Clinitest hCG zurückgerufen. Es handle sich um eine freiwillige Aktion, sagte ein Sprecher von Siemens Healthcare in Erlangen. Er bestätigte Informationen auf der Internet-Seite der französischen Aufsichtsbehörde für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten (Afssaps). Demnach zeigten die von Siemens an medizinische Labors gelieferten Tests häufig fälschlicherweise Schwangerschaften an oder brachten unleserliche Ergebnisse.

Siemens Healthcare Diagnostics hat die Abnehmer aufgefordert, die entsprechenden Chargen nicht mehr zu verwenden und zu entsorgen, wie aus dem Schreiben auf der Afssaps-Website hervorgeht. Wie viele Schwangerschaftstests in welchen Ländern genau zurück gerufen wurden, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur gehörten auch Labors in Irland zu den Siemens-Kunden. Der Konzern hatte den Test, der zusammen mit dem Minilabor zur Harndiagnostik Clinitek Status verwendet werden sollte, als ein Produkt beworben, das in weniger als 5 Minuten ein absolut verlässliches Ergebnis liefern sollte.

Die Internetseite der Afssaps informiert außerdem über eine Empfehlung von Siemens Healthcare Diagnostics an die Abnehmer bestimmter Chargen des Reagenzmittels Dade Actin FSL. Es reagiere zu sensibel auf Heparin, ein Medikament zur Vorbeugung von Blutgerinseln. Dies könnte den Arzt dazu verleiten, Heparin zu reduzieren und damit das Risiko einer Thrombose oder Embolie erhöhen, warnt Siemens in dem Schreiben. Labors, die dies wünschten, biete Siemens einen kostenlosen Austausch an.

Quelle: ntv.de, dpa

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