Ratgeber

Verschiedene Policen schützen So die Solaranlage richtig versichern

Solarmodule vor blauem Himmel. Foto: Oliver Berg/Archiv

28 Mio. CO2 in Tonnen wurden durch Solaranlagen allein in Deutschland eingespart - im Vergleich zur Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen.

(Foto: Oliver Berg/dpa)

Der Schutz einer Fotovoltaikanlage ist nicht automatisch in der Wohngebäudeversicherung enthalten. Daher sollten sich private Stromerzeuger über die Möglichkeiten gut informieren. Es lohnt ein Blick auf den Tarifvergleich von "Öko-Test".

1,7 Millionen Solaranlagen waren 2018 in Deutschland im Einsatz. 76.500 Neuinstallationen sind allein 2018 hinzugekommen. Wer selbst mit einer Fotovoltaikanlage Strom erzeugt, kann sich gegen Schäden absichern. Dies ist entweder mit einer eigenständigen Police oder als Zusatz zu einer bestehenden Wohngebäudeversicherung möglich. Die Zeitschrift "Öko-Test" hat für ihre aktuelle Ausgabe (9/2019) 161 Tarife verglichen. Nur 18 erfüllen dabei alle Kriterien.

Die günstigste Wohngebäudeversicherung mit umfassendem Fotovoltaikschutz können private Stromerzeuger demnach schon für 533 Euro im Jahr abschließen (Anbieter Concept IF, Tarif Pro Comfort. Versichert werden sollte im Test ein Haus ohne Vorschäden, Baujahr 2010, mit 190 Quadratmeter Wohnfläche.

Viele Versicherungen schützen Betreiber

Die Versicherung sollte mit einer sogenannten Allgefahrendeckung alle Schäden an der Solaranlage abdecken, die nicht explizit ausgeschlossen sind, so die Empfehlung von "Öko-Test". Zudem sollte die Police beim Stillstand der Anlage die entgangene Einspeisevergütung erstatten. Ein wichtiges Kriterium ist für die Tester auch, dass die Versicherungssumme bei Schäden, die grob fahrlässig herbeigeführt wurden, voll ausgezahlt wird - etwa bei einem Brand wegen angeschaltetem Herd.

Zusätzlich sollten Haushalte, die Solarstrom herstellen und somit gewerblich tätig sind, an eine entsprechende Haftpflicht denken. Nach "Öko-Test"-Angaben umfassen viele Privathaftpflicht-Versicherungen den Betreiberschutz für Fotovoltaikanlagen. Die Redakteure verglichen 83 Tarife, von denen 41 diese Kriterien erfüllten. Hier ermittelten die Tester bei der HUK24 mit dem PH Plus-Classic-Tarif für 73 Euro jährlich den günstigsten Anbieter. Grundsätzlich sollte die Deckungssumme mindestens 50 Millionen Euro betragen und zusätzlich Schlüsselverlust und Internetnutzung versichern.

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Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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